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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

nachgefragt bei Stefanie

nachgefragt bei Stefanie Reitz Wie haben die Schülerinnen und Schüler von den persönlichen Begegnungen mit den Projektpartnern profitiert? Die Teilnehmenden haben sprachlich messbare Fortschritte gemacht. Aber den größten Gewinn sehe ich in ihrer persönlichen Entwicklung. Vor unserem Erasmus+ Projekt habe ich eine Reihe anderer Austauschprogramme organisiert, doch keines hatte einen vergleichbar positiven Effekt auf unsere Schülerinnen und Schüler. Die gemeinsame Zeit mit den Projektpartnern hat sie offener werden lassen, ihnen mehr Selbstvertrauen gegeben und sie positiv verändert. Sie haben Ihre Projektergebnisse im TwinSpace von eTwinning veröffentlicht. Wie können interessierte Lehrkräfte sie nutzen? Wir möchten unsere innovativen Unterrichtsreihen gerne mit anderen Schulen teilen. In unserem Webinar zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten vermitteln wir das Wissen anschaulich und praxisnah. Und in der Projektdarstellung im TwinSpace mit vielen praktischen Beispielen finden Kolleginnen und Kollegen sicherlich nützliche Anregungen für einen lebendigen Fremdsprachenunterricht. Inwieweit motiviert Ihr Projekterfolg Ihre Kolleginnen und Kollegen, sich selbst für Erasmus+ zu engagieren? Das Interesse an Erasmus+ ist definitiv gestiegen. In unserem aktuellen Projekt, in dem wir mit zwei alten und drei neuen Partnern zusammenarbeiten, sind einige neue Kollegen zum schulinternen Team hinzugekommen. An allen fünf Partnerschulen sind neue eTwinning- und Erasmus+ Projekte entstanden, die nun auch von anderen Kolleginnen und Kollegen als den ursprünglichen Koordinatorinnen getragen werden. Man kann also sagen, dass unsere eigene Begeisterung und die der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler immer mehr Kolleginnen und Kollegen mit ins Boot holt. Begründung für die Auszeichnung Dem in französischer Sprache durchgeführten Projekt »La classe en action« ist es in herausragender Weise gelungen, innovative Ansätze im Fremdsprachenunterricht auszutauschen, zu erproben und im Unterricht zu verankern. Dabei kamen insbesondere Informations- und Kommunikationstechnologien sinnvoll zum Einsatz. Die vorbildliche Dokumentation im TwinSpace gibt nicht nur einen detaillierten Einblick in den Projektablauf, sondern stellt die Ergebnisse und erarbeiteten Materialien auch frei zu Verfügung – darunter zehn Unterrichtseinheiten für den Französischunterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen, Videos auf YouTube oder die Aufzeichnung eines Webinars der Projektkoordinatorinnen. Der reflektierte und informative Schlussbericht zeugt von einem aufwendig organisierten und äußerst gelungenen Projekt, das die Akteure sehr engagiert durchgeführt haben und das in seiner Herangehensweise beispielhaft und wegweisend auch für andere Projektorganisatoren sein kann. 36 |

success stories 2019 | leitaktion 2 Spielend Sprachen lernen Ganze Schülergenerationen erinnern sich ans Vokabelpauken als eintönige Angelegenheit. Dass es auch beschwingt gehen kann, zeigt das Erasmus+ Projekt »La classe en action«, bei dem Partner aus Deutschland, Belgien, Finnland, Italien und Portugal zusammenfanden. Beim Treffen in Finnland motivierte eine Choreografin zum rhythmischen Vokabellernen. Denn wer neue Begriffe mit Bewegungen unterstützt, scheint sie sich besser einzuprägen. Nach solch innovativen Sprachlehrmethoden suchte Stefanie Reitz, die am Limburger Gymnasium Französisch und Englisch unterrichtet und auf die deutsche und französische Hochschulreife vorbereitet. Weil sie bei bilateralen Austauschprogrammen die Inspiration mehrerer europäischer Partner vermisste, registrierte sie sich bei eTwinning und fand ihr Dream-Team. »Wir fünf haben uns perfekt ergänzt«, sagt sie. Jede Schule organisierte einen Themenschwerpunkt und eine Lehrerfortbildung. In Portugal waren es Sprachlernspiele, in Belgien die Möglichkeiten von Whiteboards, in Finnland der künstlerische Ansatz. In Italien probierten die Partner den »umgedrehten Unterricht« aus, bei dem die Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte erst für sich erarbeiten und dann in der Schule anwenden. Beim Abschlusstreffen in Limburg lernten die Jugendlichen, professionelle Videos herzustellen, mit französischen Untertiteln. »Sprachenlernen, spielend und mit Spaß, das ist uns geglückt«, freut sich Stefanie Reitz. Auch persönlich sei sie an den Anforderungen gewachsen. »Vor Erasmus+ hätte ich mir nicht zugetraut, vor großen Gruppen außerhalb meiner Klassen zu reden«, sagt Stefanie Reitz. Bei ihrem Anschlussprojekt mit Partnern aus Italien, Spanien und Portugal hat sie es sogar in den Landessprachen getan. Über das Projekt Projekttitel La classe en action! Koordinierende Einrichtung Tilemannschule Limburg Bundesland Hessen ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Stefanie Reitz stefanie.reitz81@gmx.de Partner • ITES »Don Luigi Sturzo«, Bagheria (Italien) • Sint-Janscollege, Poperinge (Belgien) • Escola Secundária Miguel Torga, Lissabon (Portugal) • Kannaksen lukio, Lathi (Finnland) Projektlaufzeit 1. September 2016 bis 30. November 2018 EU-Förderung 26.875 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.twinspace.etwinning.net/ 24499/home | 37

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