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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

nachgefragt bei Gertrud

nachgefragt bei Gertrud Rust Das Projekt umfasste sieben aufeinander aufbauende Module. Wie wichtig ist eine konsequente Planung für den Projekterfolg? Je stringenter die Planung, desto effektiver klappt die Kooperation der Partnerschulen. Wenn die Module und der Projektverlauf gemeinsam erarbeitet werden, gelingt es besser, die Aktivitäten an die jeweiligen Gegebenheiten der Schulen anzupassen. Dadurch wiederum können die Partner konzentriert auf das Projektziel hinarbeiten. Sollten dann Anpassungen nötig sein, lassen sie sich umso leichter vornehmen, je stabiler das Gerüst steht. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem »Peer-assisted learning« gemacht? Im Projekt wurde viel Wert auf diese Methode gelegt. Weil alle Partnerschulen inklusiv arbeiten, bot es sich an, dass sich die Jugendlichen gegenseitig unterstützen. Beim »Peer-assisted learning« (PAL) kommunizieren die Schülerinnen und Schüler auf Augenhöhe und in einer allen verständlichen Sprache. Wer schwächer ist, wird ermutigt, und stärkere Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiver mit dem Thema auseinander, das sie vermitteln. Dank PAL ist uns die Herausforderung geglückt, »Romeo and Juliet« im Original aufzuführen. Wie beurteilen Sie den langfristigen Nutzen des Projekts? Wir machen den Erfolg sichtbar, indem wir das Projekt auf unserer Schulhomepage präsentieren. Wir hoffen, dadurch andere Interessenten zu erreichen und das Konzept zu verbreiten. Schulintern geschieht das bereits dadurch, dass wir neue Kolleginnen und Kollegen einbinden. Der Nutzen für die Schülerinnen und Schüler liegt vor allem darin, dass wir bewährte Projektbausteine in den Unterricht integrieren. Wir konnten beobachten, dass sich dadurch ihre kommunikativen Fähigkeiten enorm verbessert haben. Begründung für die Auszeichnung »Young creative European artists: Re-defining and shaping their own world exploring Romeo and Juliet« ist ein gelungenes Projekt, in dem viel Engagement und Einsatz stecken. Es verband die Lern- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler mit der literarischen Welt von William Shakespeare. Das Projekt wurde mit einer sehr heterogenen Schülerschaft durchgeführt, da alle beteiligten Schulen inklusiv arbeiten. Wichtige Themenbereiche waren innovative und interaktive Lehrmethoden zum Fremdsprachenlernen, kommunikative Kompetenz sowie künstlerische und literarische Darstellungsformen. Die Partner arbeiteten intensiv an konkreten Vorschlägen, wie die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen gefördert werden können. 40 |

success stories 2019 | leitaktion 2 Mit Shakespeare zum Erfolg Dass das Bühnendrama »Romeo und Julia« alles andere als ein alter Zopf ist, erlebten zwei Teenager, die an einem gleichnamigen Projekt teilnahmen. Eine spanische Schülerin verliebte sich in ihren deutschen Erasmus+ Partner aus Hannover. Doch anders als in Shakespeares Tragödie fand die Geschichte ein gutes Ende. Um das berühmteste Liebespaar der Welt drehte sich das zweijährige Projekt, das die Gesamtschullehrerin Gertrud Rust gemeinsam mit ihren Partnern aus Polen und Spanien initiierte. Die Schülerinnen und Schüler interpretierten den über 400 Jahre alten Klassiker zeitgemäß. »Was hat die Geschichte mit mir zu tun?«, »Was bedeuten Freundschaft und Liebe für mich?«, »Wie erlebe ich Fremdsein und Feindschaft?« Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich die 14- bis 16-Jährigen in sieben aufeinander aufbauenden Modulen. Die anspruchsvolle Zusammenarbeit auf Englisch war besonders für die Förderschülerinnen und -schüler der inklusiven Schule eine Herausforderung. Doch dank des Peer Learning, bei dem die Stärkeren die Schwächeren unterstützen, wuchsen sie über sich hinaus. »Jetzt wollen wir mehr davon«, beschworen sie ihre Lehrerin. Denn zwischen den Projektpartnern sind dank Shakespeare über die Grenzen hinweg enge Freundschaften entstanden. Auch Gertrud Rust freut sich auf ihr nächstes Erasmus+ Projekt. »Es ist zwar immer wieder eine Menge Arbeit«, meint sie. »Aber wenn man die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler erlebt, ist es die Mühe wert.« Der Höhepunkt des Projekts war das Abschlusstreffen in Hannover, bei dem 40 Partnerschülerinnen und -schüler Romeo und Julia gemeinsam zur Aufführung brachten. Selbst Jugendliche, die sich anfangs nicht auf die Bühne getraut hatten, genossen den Theaterdonner. Und so gab es trotz des dramatischen Ausgangs des Stücks ein Happy End. Über das Projekt Projekttitel Young creative European artists Koordinierende Einrichtung Integrierte Gesamtschule Hannover- Linden Bundesland Niedersachsen ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Gertrud Rust gertrud.rust@web.de Partner • IES Los Cerros (Spanien) • Zespół Szkół Integracyjnych w Radomiu, Publiczna Szkoła Podstawowa nr 14/ Publiczne Gimnazjum nr 14 (Polen) Projektlaufzeit 15. September 2017 bis 14. September 2019 EU-Förderung 28.400 Euro für die koordinierende Einrichtung | 41

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