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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Naturwissenschaften

Naturwissenschaften leicht gemacht Über das Projekt Projekttitel Equal Access to Scientific Yield (E.A.S.Y.) – Discover the Elements Around You! Koordinierende Einrichtung Marienschule Münster Bundesland Nordrhein-Westfalen ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Christian Berkemeier c_berkemeier@yahoo.de Partner • IES Cavaleri (Spanien) • Petäjäveden lukio (Finnland) • Gimnazija Koper – Ginnasio Capodistria (Slowenien) Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 31. August 2019 EU-Förderung 27.150 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.erasmuseasy.eu E A.S.Y. ist sicher nicht für jeden – aber vielleicht für Dich? Entdecke die Möglichkeiten wissenschaftlicher Forschung.« Wer könnte dieser Verheißung widerstehen? Die Website des Erasmus+ Projekts macht neugierig auf ein außergewöhnliches Unterrichtskonzept. Die Schülerinnen und Schüler begaben sich auf eine spannende Forschungsreise. »Easy«, so einfach wie der Projekttitel, sollte die Entdeckungstour sein und selbst diejenigen motivieren, die mit Naturwissenschaften auf Kriegsfuß stehen. Projektleiter Christian Berkemeier von der Marienschule Münster hatte die Erfahrung gemacht, dass die Schülerinnen seines Mädchengymnasiums besonders begeistert bei der Sache sind, wenn er ihnen praxisnahe Aufgaben gibt. »Wenn sie der Frage ›Was hat das mit mir zu tun?‹ nachgehen, werden sie zu forschenden Lernenden«, erläutert er. » . In Finnland, Slowenien und Spanien fand der Erasmus+ Fan drei Partnerschulen, mit denen er Experimente und Exkursionen plante. Die Gefahren für Meerestiere durch Mikroplastik in Kosmetik erforschten die Schülerinnen und Schüler an der slowenischen Küste. In Finnlands Wäldern lernten sie die Kunst des Papierschöpfens und bauten Möbel aus Pappe. In Spanien, einem der größten europäischen Obstproduzenten, errechneten sie die Ökobilanz von Treibhauserdbeeren und besichtigten Solaranlagen. Und im Münsterland schließlich gingen sie der westfälischen Textilindustrie auf die Spur, analysierten Naturfarben im Chemielabor und setzten sich mit den Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern auseinander. »Was hat es mit mir zu tun, wenn ich Kleidung für wenige Euro kaufe?«, lautete die Frage zu einer Aufgabe, die die Erasmus+ Partner ganz easy lösen konnten. 46 |

success stories 2019 | leitaktion 2 nachgefragt bei Christian Berkemeier Welche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler wurden durch das Projekt gefördert? Das Projekt förderte naturwissenschaftliche und fachübergreifende Kernkompetenzen in der Frage, wie Vielfalt unseren Alltag bestimmt – vom borealen Nadelwald bis zu mediterranen Küsten. Dies gelang uns durch die praktische Herangehensweise. Die Erasmus+ Schülerinnen und Schüler entdeckten, wie Alltagsgegenstände hergestellt werden und wie deren Ökobilanz ist. Die äußerst motivierte Expertengruppe der Schülerinnen und Schüler erstellte ein Onlinehandbuch, das die Ergebnisse für den naturwissenschaftlichen Unterricht nutzbar macht. Wie haben die Projektpartner die Aufgabenverteilung koordiniert? Durch Vielfalt und Klarheit! Hilfreich war unsere frühe Planung mit einer Zeitleiste, klar definierten Teilzielen und verbindlich verteilten Aufgaben. Es gab eine kontinuierliche Verbindung zwischen den Schulkoordinatoren. Wir hatten das Glück, wichtige Kompetenzen im Team verteilen zu können. Dazu gehörten die Gesamtplanung, Didaktik, Webdesign, Statistiken und schließlich das Layout fürs Handbuch. Unser Erfolgsrezept war eine gute persönliche Verbindung und Motivation für die Sache – und wenn es einmal nicht rund lief, Gelassenheit und Humor. Wie nutzen Sie die Projektergebnisse an Ihrer Schule? Wir nutzen das Handbuch in unseren bilingualen Naturwissenschafts- und Geografiekursen und sammeln wichtige Erfahrungen, beispielsweise zur Verknüpfung von Online- und persönlichen Kontakten. Und schließlich ist das Projekt spürbar bei seiner Zielgruppe angekommen, unseren Schülerinnen und Schülern. Sie planen gemeinsam mit der Schülerinnenverwaltung und Kollegen neue Erasmus+ Projekte. Aktivitäten wie Textil-Upcycling und Nachhaltigkeitsprojekttage waren schon zuvor fest bei uns verankert. Begründung für die Auszeichnung »E.A.S.Y.« als Abkürzung des Projekttitels klingt einladend und leicht – und ist sicher mit Bedacht gewählt worden. Denn den Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen aus Deutschland, Finnland, Slowenien und Spanien sollte mit der gemeinsamen Projektarbeit ein gleichwertiger und motivierender Zugang zu Grundlagen der Naturwissenschaften vermittelt werden. Das Experiment ist in jeder Hinsicht gelungen: Unter den Schwerpunkten »Skin and Sun« und »Tissues and Textiles« haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Jahre lang auf praktische Weise mit den Themenbereichen Plastikwelten, Agrarindustrie, Textilfärbung und Holz- und Papierrecycling auseinandergesetzt. Dies hat zu überzeugenden Resultaten geführt. Die umfangreiche Projektwebsite gibt einen lebendigen Eindruck von den verschiedenen Aktivitäten. Es erstaunt nicht, dass am Ende dieses Projekts das Interesse für die naturwissenschaftlichen Fächer in den beteiligten Schulen nachweisbar gestiegen ist. Das Hauptprodukt, ein reich illustriertes Manual »Exploring European Diversity through science«, erläutert detailliert die verschiedenen Aufgaben und kann auch anderen Schulen wertvolle Anregungen geben. | 47

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