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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Begründung für die

Begründung für die Auszeichnung Ein rundum gelungenes Projekt, das mit viel Engagement und Motivation konzipiert und durchgeführt wurde. Die Projektpartner aus Deutschland, Spanien und den Niederlanden kooperierten konstruktiv und sehr schülerbezogen zu den Themenbereichen Diversität und Diskriminierung. Sie arbeiteten intensiv an konkreten Vorschlägen, wie Verständnis, Toleranz und Zivilcourage gefördert werden können. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler gründeten eigene fiktive NGOs und erstellten in Eigenregie einen englischsprachigen Film über das Projekt. Durch die zukünftigen »Action Days« und geplanten halbjährlichen Multiplikationsveranstaltungen wirkt das Erreichte auch über das offizielle Projektende hinaus. nachgefragt bei Marc Beckamp Welchen praktischen Nutzen hat das Projekt für Schülerinnen und Schüler? Sie sollten für die Themen Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und gesellschaftliche Ausgrenzung sensibilisiert werden. Da die Teilnehmenden kurz vor dem Eintritt in das Berufsleben standen, haben wir im zweiten Projektschritt den Schwerpunkt auf die Arbeitswelt gelegt. Wir haben neben rechtlichen Grundlagen auch den souveränen Umgang mit diskriminierenden Situationen vermittelt. Am Projektende stellten wir fest, dass die Jugendlichen deutlich sensibler mit dem Thema umgehen und sich ihrer Verantwortung als demokratische Bürgerinnen und Bürger bewusster sind. Wie wirkungsvoll waren die persönlichen Treffen der europäischen Jugendlichen für die Projektergebnisse? Der persönliche Austausch von Meinungen und Erfahrungen ist bei einem solch emotionalen Projekt besonders wichtig. Bei den Projekttreffen haben wir szenische Videos produziert und intensiv in Workshops zusammengearbeitet. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler besonders intensiv ihre Erfahrungen, Emotionen und Wünsche verarbeiten. Sie kooperieren bereits seit Jahren mit ihren Partnerschulen. Was motiviert Sie zu immer neuen Projekten? Mit unserer niederländischen Partnerschule arbeiten wir bereits im elften Jahr zusammen, mit den Spaniern seit knapp vier Jahren. Wir orientieren uns bei den Projektinhalten an aktuellen gesellschaftlichen Problemen, von denen wir denken, dass sie auch für die Schülerinnen und Schüler einen hohen Stellenwert besitzen. Dadurch können wir jedes Jahr in den Schulen viele Teilnehmer für das Projekt gewinnen. Die Begeisterung und das Engagement, mit dem die Beteiligten immer wieder dabei sind, ist die größte Motivation. 48 |

success stories 2019 | leitaktion 2 Gemeinsam gegen Diskriminierung Ein Schüler wird in der Pause aufgrund seiner Hautfarbe mit »Geh doch zurück nach Afrika« beschimpft. Jugendliche beleidigen einen Obdachlosen. Ein Mädchen wird als lesbisch geoutet und angegriffen. Wie reagiere ich? Traue ich mich einzugreifen? Mit welchen Argumenten entwaffne ich jemanden, der andere aufgrund ihrer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder einer Behinderung herabsetzt? Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, den Niederlanden und Spanien arbeiteten zwei Jahre lang intensiv daran, eigene Vorurteile zu erkennen und Diskriminierung mit Courage zu begegnen. Nach Ansicht von Projektleiter Marc Beckamp von der Realschule Steinhagen bietet Erasmus+ dafür eine besondere Chance: »Durch das persönliche Kennenlernen unterschiedlicher Nationalitäten wächst der Respekt voreinander.« Schon bei ihrem ersten Treffen entkräfteten die 14- bis 16-Jährigen hartnäckige Stereotype von stierkampfversessenen Spaniern, Niederländern mit Goudafaible und deutschen Bier- und Bratwurstfans. Sie gestalteten Collagen über die gängigsten Vorurteile. Wie inspirierend internationales Teamwork sein kann, erlebten sie bei ihrem anspruchsvollen Wirtschaftsprojekt. Sie gründeten fiktive NGOs, mit denen sie ihren Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten wollten. Ein Projekt sollte Obdachlosen die Chance auf ein würdevolles Leben bieten, ein anderes wollte Handyjunkies von ihrem Mobiltelefon entwöhnen. Anregungen, wie Projekte clever geplant und erfolgreich umgesetzt werden, erhielten die Schülerinnen und Schüler bei Besuchen realer NGOs, darunter einer Drogenhilfe in Spanien. Sie erwarben dadurch nicht nur wertvolles Fachwissen, sondern erreichten vor allem ihr selbst gestecktes Ziel: anderen offen und vorurteilsfrei zu begegnen. Über das Projekt Projekttitel Europe – United diversity: How cosmopolitan entrepreneurship can increase social awareness Koordinierende Einrichtung Realschule für Jungen und Mädchen Steinhagen Bundesland Nordrhein-Westfalen ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Marc Beckamp beckamp@rs-steinhagen.de Partner • Liceo Pàlcam SLU, Barcelona (Spanien) • Rsg Tromp Meesters, Steenwijk (Niederlande) Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 31. August 2019 EU-Förderung 27.955 Euro für das gesamte Projekt Website www.nodiscrimination.eu | 49

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