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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Im Spiegel Europas Über

Im Spiegel Europas Über das Projekt Projekttitel Mirror, Mirror on the Wall Koordinierende Einrichtung Grundschule »Astrid Lindgren«, Schkopau Bundesland Sachsen-Anhalt ` Partnerschaftstyp Schulpartnerschaft Kontakt Michaela Graf michaela-graf@hotmail.de Partner • Dimotiko Scholio Agiu Dometiu III (Zypern) • 2nd Primary School of Serres (Griechenland) • Jäälin koulu (Finnland) Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 31. August 2019 EU-Förderung 21.250 Euro für die koordinierende Einrichtung Website www.twinspace.etwinning.net/47613/ pages/page/340439 Rote Zöpfe, Sommersprossen, Ringelsocken – wer kennt es nicht, das rebellische Mädchen, das macht, was ihm gefällt. Pippi Langstrumpf fällt aus dem Rahmen und ist deshalb das perfekte Maskottchen für ein originelles Inklusionsprojekt. Die Schkopauer Grundschule »Astrid Lindgren«, benannt nach Pippis Schöpferin, wollte Kinder mit und ohne Förderbedarf einander näherbringen. Das Projektmotto »Spieglein, Spieglein an der Wand« sollte die Kinder dazu ermuntern, über sich selbst und andere zu reflektieren. Wie bereichernd Vielfalt sein kann, erlebten die Schülerinnen und Schüler beim Austausch mit ihren Projektpartnern aus Finnland, Griechenland und Zypern. Sie berichteten von ihren Schulen, Hobbys und Familien, verglichen ihre Kulturen miteinander und produzierten ein Hörbuch. Die Heldin der Geschichte reist wie die Schülerinnen und Schüler durch Europa und meistert dabei eine Reihe von Herausforderungen. Für ihre Zusammenarbeit nutzen die Erasmus+ Schülerinnen und Schüler die ganze Bandbreite der Kommunikation: Briefe, Mails, Videobotschaften und Skype-Telefonate. Der Höhepunkt aber waren die Fahrten zu den Projektpartnern. Immer mit im Gepäck: die Pippi Langstrumpf-Puppe, über deren Abenteuer die Mitreisenden den Daheimgebliebenen anschließend berichteten. Welche Rechte sie als Europäer haben, das erlebten die Kinder bei praktischen Übungen in Demokratie. In Petitionen ans EU-Parlament äußerten die Lehrkräfte in ihrem Namen den Wunsch nach mehr Ressourcen für Bildung. Und weil die Schkopauer Grundschülerinnen und -schüler Spaß an der Mitbestimmung bekommen hatten, regten sie beim Bürgermeister an, die beiden angrenzenden Spielplätze der Schule und der Stadt zusammenzulegen. Das hätte der kecken Pippi Langstrumpf bestimmt gefallen. 54 |

success stories 2019 | leitaktion 2 nachgefragt bei Michaela Graf Wie haben die Grundschulkinder die sprachlichen Hürden bei der länderübergreifenden Projektarbeit gemeistert? Für sie gab es kaum sprachliche Hürden. Sie waren hoch motiviert und haben kreative Wege gefunden, um sich zu verständigen – wenn es sein musste, auch mit Händen und Füßen. Sprachliche Unterstützung erhielten sie durch die Lehrkräfte und Eltern, aber auch über jahrgangsdifferenzierte Materialien. Gemeinsame länderspezifische Aktionen wie Tanz und Theater, Kochen und Backen oder auch Skype-Treffen weckten ihre Freude an der Kommunikation. Die freundschaftlichen Kontakte, die sie mit ihren Projektpartnern knüpften, halfen unglaublich beim Fremdsprachenerwerb. Inwieweit haben Sie Ihr Ziel, die Inklusion zu fördern, erreicht? Unser Ziel war es, die Vielfalt als Bereicherung erlebbar zu machen. Durch die internationale Projektarbeit ist uns der »Blick über den Tellerrand« gelungen. Wir haben es geschafft, die Kinder mit Förderbedarf gemäß ihren Fähigkeiten einzubinden. Sie sind über sich hinausgewachsen und durch die erlebten Erfolge selbstbewusster geworden. Das hat mich darin bestärkt, dass Erasmus+ Projekte hierbei viel bewirken können. Welche Projektergebnisse können Sie langfristig an Ihrer Schule umsetzen? Wir haben während der Projektphase eine große Anzahl förderlicher Ideen und Anregungen gesammelt. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Eigenverantwortung und Mitbestimmung der Kinder zu fördern. Deshalb haben wir einen Schülerrat, Schüleraufsichten und eine Streitschlichtergruppe etabliert. Zu den baulichen Maßnahmen gehören der Schallschutz und ein Werkraum nach finnischem Vorbild, auf den wir besonders stolz sind. Begründung für die Auszeichnung Grundsteine für die Entwicklung zur aktiven Staatsbürgerschaft lassen sich bereits bei Kindern legen. In dem Projekt »Mirror, Mirror on the Wall« von vier Grundschulen aus Deutschland, Finnland, Griechenland und Zypern ist es in besonderem Maße gelungen, die Entwicklung sozialer und demokratischer Kompetenzen mit der Thematik Inklusion zu verbinden. Alle Projektpartner setzten sich intensiv mit der Machbarkeit von Inklusion im Schulalltag auseinander. Dabei standen die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen individuellen Bedürfnissen immer im Mittelpunkt. Auf der Grundlage eines erlebnispädagogischen Ansatzes vermittelten Tanz, Theater, Musik und Spiel die Lerninhalte auf kindgerechte Weise. Die zahlreichen eindrucksvollen Ergebnisse wie das Storybook und auch die Petition der Schülerinnen und Schüler an an das Europäische Parlament geben Zeugnis von der vielseitigen und erfolgreichen Zusammenarbeit. Erwähnenswert ist zudem die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit der Schulen. | 55

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