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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Begründung für die

Begründung für die Auszeichnung Der Adolf-Rebl-Schule ist es gelungen, den Unterricht mittels des durchgeführten Projekts besser auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zuzuschneiden. Die in den Fortbildungen gewonnenen Kenntnisse wurden genutzt, um den Umgang mit Informationstechnologien zu fördern. Dadurch gelang es, die Motivation der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrkräfte zu steigern. Die Einbindung der Schulleiterin in das Projekt wird positiv bewertet. Denn durch ihre Fortbildungen hat die europäische Orientierung der Schule einen neuen Impuls erfahren. nachgefragt bei Andrea Eichler Inwieweit sind die Impulse, die Sie im euro päischen Ausland erhalten haben, auf Verhältnisse an Ihrer Schule übertragbar? Nach den Reisen haben die Lehrkräfte mit unseren Schülern einige Programme direkt erfolgreich ausprobiert. Manche Apps sind nun auf allen Tablets unserer Schule installiert. Nicht jede Anregung der Partner ist umsetzbar, aber mit vielen digitalen Hilfsmitteln können wir unsere nicht sprechenden Kinder erfolgreich unterstützen. Wie haben die Projekterfahrungen Ihre Schule verändert? Für uns alle war es völlig ungewohnt, einwöchige Fortbildungen im Ausland zu besuchen. Durch den fachlichen und persönlichen Austausch mit unseren europäischen Kollegen sind Freundschaften entstanden, aus denen sich eine weitere Lehrerfortbildung und unser Schülerprojekt »Move on« entwickelt haben. Das Kollegium ist offener geworden, Anregungen aus dem Ausland auszuprobieren. Und selbst das Interesse, Englisch zu lernen, hat zugenommen. Durch das Projekt hat unsere Schule eine interkulturelle Öffnung erfahren. Einen Europatag haben wir jetzt schon fest eingeplant. Welche Empfehlungen haben Sie für Förder - schulen, die sich für europäische Mobilitäts projekte interessieren? Ich mache allen Förderschulen, die sich für Erasmus+ interessieren, Mut, jetzt zu beginnen! Das Fortbildungsprogramm des PAD enthält dafür viele interessante Angebote. Wir selbst haben Erasmus+ bei zwei Projekten erst einmal kennengelernt, um dann im Anschluss die Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung auf Reisen zu schicken. Unsere regionale Erasmus+ Ansprechpartnerin hat uns sehr unterstützt und motiviert, die europäische Kooperation auch als Förderschule zu wagen. 6 |

success stories 2019 | leitaktion 1 Mit digitalen Medien barrierefrei kommunizieren Wenn Ben in der Pause mit Mia Ballspielen möchte, hilft ihm sein Tablet. Er tippt die eingespeicherten Symbole und das Foto seiner Klassenkameradin an. Ein Klick und Bens elektronischer Helfer spricht seinen Wunsch klar und deutlich aus. An der Adolf-Rebl-Schule im bayerischen Pfaffenhofen lernen Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen. Viele von ihnen sind in ihrer Fähigkeit zu sprechen beeinträchtigt. Manche Schülerinnen und Schüler antworten auf einfache Fragen mit Gesten wie Nicken und Kopfschütteln, andere verständigen sich mit Gebärden. Einige benutzen einen »Talker«. Das Gerät wandelt Symbole in Sprache um, bietet aber längst nicht so viele Möglichkeiten wie moderne digitale Kommunikationsmittel. Tablets dagegen lassen sich mit der elektronischen Tafel im Klassenzimmer koppeln. Dadurch sind alle im Bilde, wenn Ben etwas mitzuteilen hat. Um das Medienkonzept auf den neuesten Stand zu bringen, bewarb sich die Rektorin der Förderschule, Andrea Eichler, erfolgreich um Fördermittel aus dem Erasmus+ Programm. Im österreichischen Graz drückten die bayerischen Lehrkräfte die Schulbank, um den Einsatz von Tablets im Klassenraum kennenzulernen und Lern-Apps auszuprobieren. Auch in Lettland, Spanien und Irland erprobten sie digitale Medien, durch die Kinder selbstbestimmter am Unterricht teilnehmen können. Und wenn den Lehrkräften einmal eine Gebärde nicht einfällt, können sie sie in ihrem elektronischen Wörterbuch nachschlagen. »Für uns war das Erasmus+ Programm ein Riesensprungbrett«, fasst Andrea Eichler ihre ermutigenden Erfahrungen zusammen. Nun sollen auch ihre Schützlinge Europa bereisen, im Rahmen einer Schulpartnerschaft. Die Kontakte hat die engagierte Rektorin schon geknüpft. Über das Projekt Projekttitel Ich – Du – Wir: Sprechen immer und überall Koordinierende Einrichtung Adolf-Rebl-Schule Förderzentrum, Pfaffenhofen a. d. Ilm Bundesland Bayern Kontakt Andrea Eichler andrea.eichler@hpz-paf.de Projektlaufzeit 2. Januar 2017 bis 1. Dezember 2018 EU-Förderung 14.234 Euro für die koordinierende Einrichtung | 7

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