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Erasmus+ Success Stories

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Die Broschüre stellt Erasmus+ Projekte aus dem Schulbereich vor, die 2019 abgeschlossen wurden. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Qualität vom PAD als "Success Story" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über die jeweiligen Ziele und Aktivitäten der Schülerbegegnungen, Fortbildungen und europäischen Projektarbeit zwischen Partnerschulen.

Erfolgreiche

Erfolgreiche Überzeugungsarbeit für Erasmus+ Über das Projekt Projekttitel Medienbildung im inklusiven Unterricht der Grundschule Koordinierende Einrichtung Charlotte-Salomon-Grundschule Bundesland Berlin Kontakt Katrin Schneider katrina.sch@web.de Projektlaufzeit 1. September 2017 bis 30. Juni 2019 EU-Förderung 13.532 Euro für die koordinierende Einrichtung N eue Länder kennenlernen und Kontakte knüpfen – ohne einen Cent aus eigener Tasche zu bezahlen. Was wie der Hauptgewinn bei einem Reisequiz klingt, bieten Erasmus+ Programme. Finanziert werden sie von der EU-Kommission. Dennoch war das Interesse verhalten, stellte Katrin Schneider verwundert fest. Die Lehrerin an der Charlotte-Salomon- Grundschule in Berlin-Kreuzberg engagiert sich seit Jahren für den europäischen Bildungsaustausch. »Anfangs habe ich diese spannenden Programme wie Sauerbier angeboten«, erzählt sie. Ihre Kolleginnen und Kolleginnen beklagten, dass sie sich nicht genügend gerüstet für den Austausch der Partnerschulen fühlten. Sie fürchteten, dass ihre Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichten, und hatten Sorge, sich in der fremden Umgebung nicht zurechtzufinden. Das wollte die resolute Erasmus+ Verfechterin nicht hinnehmen. Die Gelegenheit bot ein neues Konzept für Medienarbeit, das die Schwerpunktschule für Inklusion etablieren wollte. Katrin Schneider übernahm die Leitung für ein Erasmus+ Projekt, für das sie Hospitationsschulen in Großbritannien und Griechenland, Norwegen und Island fand. Im Verlauf der knapp zweijährigen Zusammenarbeit schickte sie elf Kolleginnen und Kollegen auf Reisen, um die Konzepte der anderen Schulen kennenzulernen. Dabei merkten die Berliner Lehrkräfte, dass auch die mit angestaubtem Schulenglisch sehr gut mithalten konnten und den Austausch als Bereicherung erleben. Viele Ideen wurden bereits umgesetzt: Auf neu angeschafften Tablets lernen die Kinder mit erprobten pädagogischen Apps. Und die früheren Erasmus+ Skeptiker? »Die schwärmen noch heute von dem Austausch«, freut sich Katrin Schneider. Das nächste Projekt ist bereits in vollem Gange. 8 |

success stories 2019 | leitaktion 1 nachgefragt bei Katrin Schneider Warum haben Sie sich speziell für die Qualifizierung im Rahmen der Leitaktion 1 entschieden? Unsere Schule unterhält seit 2005 europäische Schulpartnerschaften. Davon haben die teilnehmenden Lehrkräfte immer sehr profitiert. Sie sollten nun die Gelegenheit erhalten, sich im internationalen Umfeld fortzubilden und dabei sprichwörtlich über den Tellerrand zu schauen. Erfahrungsgemäß entwickeln sich aus jedem einzelnen Austauschtag mit den Partnern Hunderte interessanter Ideen. Wenn wir davon nur einige umsetzen, haben wir viel gewonnen. Nach welchen Kriterien haben Sie die Kolleginnen und Kollegen für die Fortbildungen ausgewählt? Wer sich engagierte und Interesse zeigte, dem haben wir die Chance gegeben. Wir haben darauf geachtet, die Hospitationsteams so zusammenzustellen, dass Mitglieder aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen gemeinsam reisten. Die Beschäftigten in unserem Hort hatten bislang kaum Bezug zur Projektarbeit. Dass ihr Interesse am Austausch besonders groß war, hat uns bestärkt. Und die Beobachtungen aus verschiedenen Blickwinkeln haben unser Kollegium bereichert. Wie haben die Teilnehmenden ihre Hospitationserfahrungen geteilt? Ihre Berichte auf der Gesamtkonferenz sammelten wir auf dem Schulserver, sodass sie nun allen zugänglich sind. Besonders berührend war der persönliche Austausch innerhalb des Kollegiums. Die Erasmus+ Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten begeistert von der freundlichen Atmosphäre und der großartigen Gastfreundschaft an den besuchten Schulen. Was ihr reichhaltiger Erfahrungsschatz bewirkt hat, ist zwar nicht wissenschaftlich messbar, feststeht aber, dass er uns enorm bereichert hat. Begründung für die Auszeichnung Das Projekt veranschaulicht sehr gut, wie Erasmus+ von Grundschulen genutzt werden kann. Ausgehend von den neuen Rahmenlehrplänen hat die Charlotte-Salomon-Grundschule den Bereich Medienbildung durch gezielte Fortbildungskurse und Hospitationen an Partnerschulen vorangebracht. Damit hat sie einen nachhaltigen positiven Effekt erreicht, der sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften zugutekommt. Erasmus+ wird hier als Chance wahrgenommen, sich selbst, den Unterricht und die Schulgemeinschaft voranzubringen. Aufgrund der sehr guten Organisation des Projekts und des großen Zuspruchs innerhalb des Kollegiums war es möglich, eine für eine Grundschule verhältnismäßig große Anzahl an Mobilitäten erfolgreich durchzuführen. | 9

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