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eTwinning Handbuch: Der TwinSpace

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Lernen Sie für Ihre mediengestützte Projektarbeit mit Partnerklassen in Europa den TwinSpace kennen. Unser 100 Seiten starkes Handbuch erläutert, wie Sie Ihren TwinSpace gestalten, darin zusammenarbeiten, Mitglieder integrieren und sich austauschen. Sie erfahren auch, wie Sie ein Projekt starten und zu guter Letzt die Lorbeeren ernten. Das Handbuch ist gedruckt nicht mehr erhältlich.

16 | Pläne schmieden |

16 | Pläne schmieden | 17 Projektphasen Während die Vorbereitung eines Projekts hauptsächlich in den Händen der Lehrkräfte liegt, geht es bei der Umsetzung darum, die gesamte Projektgruppe einzubeziehen und insbesondere Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt der Aktivitäten zu rücken. Dabei lassen sich unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung des Projekts drei charakteristische Phasen unterscheiden: Einstieg, Zusammenarbeit und Abschluss. Vorbereitung Umsetzung Akteure Lehrkräfte Gesamte Projektgruppe Phasen Projektplanung Einstieg Zusammenarbeit Abschluss Ziele Vorgehen Rahmen schaffen Projektthemen und -gruppe entdecken Projektkontext analysieren Projektziele definieren Inhalt/Methoden/ Ziele/Zeitplan gegenüberstellen Themen eingrenzen und gliedern Absprachen mit Projektpartnern treffen Projektplan aufstellen Projekt in eTwinning Live registrieren Bezug der Lernenden zum Inhalt des Projekts ermöglichen Projektrahmen für die Lernenden abstecken Gegenseitig kennenlernen Mit den Lebenswelten der Projektpartner auseinandersetzen Gemeinsamkeiten finden Vorwissen und Umsetzungsideen der Lernenden berücksichtigen Abbildung 3 Typische Phasen eines eTwinning-Projekts Fachkenntnisse schaffen/vertiefen Kompetenzen fördern Motivation/Neugier entwickeln/erhalten Projektschritte verzahnen Verantwortung für Aufgaben in der Projektgruppe aufteilen Ziele und Anforderungen von Aufgaben einheitlich beschreiben Lernende zu Wort kommen lassen Kreatives Potenzial digitaler Medien ausschöpfen Gemeinsame Arbeit mit konkreten Produkten verbinden Projektfortschritt dokumentieren Projektergebnisse als Lernerfolge verorten Transfer ermöglichen Ergebnisse reflektieren Ergebnisse zusammenführen/ präsentieren/veröffentlichen Projekt evaluieren Einstieg Mit der Möglichkeit, europaweit Projektpartnerschaften zu schließen, ergeben sich im eTwinning-Netzwerk immer wieder neue Projektkonstellationen, deren Partner und Schülergruppen in der Regel einander nicht persönlich kennen. Daher geht es zu Beginn eines Projekts darum, alle Akteure zu einer Projektgruppe zusammenzuführen und in der Beschäftigung mit dem Projektthema zu vereinen. Für die Projektgruppenbildung ist dabei wichtig, den Austausch über die eigene Klasse oder Einrichtung hinaus anzuregen. Dies gilt umso mehr für Projekte mit internationaler Beteiligung, die einen Fokus auf interkulturelles Lernen setzen, oder für Projekte mit vielen Partnern. Zudem sollte zum Einstieg für die beteiligten Schülerinnen und Schüler eine Verortung des Projekts stattfinden, in der der Projektplan vorgestellt und der Rahmen für die Online-Zusammenarbeit klar abgesteckt werden: Informieren Sie Ihre Schülergruppe über Themen, Ziele und den Ablauf des Projekts und führen Sie in die Kooperation mit anderen Einrichtungen ein. Machen Sie sich dabei die Neugier Ihrer Schülergruppe auf die neuen Online-Klassenkameraden zu Nutze und beginnen Sie beispielsweise mit Aktivitäten zum gegenseitigen Kennenlernen und dem Vergleich der Lebenswelten. Auf diese Weise lassen sich sowohl interessante Einblicke in andere Kulturen gewinnen als auch Gemeinsamkeiten entdecken, die einander näherbringen und als weiterer Antrieb im Projekt dienen können. Nutzen Sie die Gestaltungsspielräume der Online- Zusammenarbeit, um Ihre Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Methoden in den Mittelpunkt des Projekts zu rücken. Lassen Sie Raum für Umsetzungsideen oder inhaltliche Anregungen aus der Projektgruppe, um das Projektthema um interessante Aspekte zu erweitern oder um zu einer vertieften Beschäftigung zu motivieren. Beispielaktivitäten für den Einstieg Achten Sie zum Einstieg in das Projekt darauf, geplante Aktivitäten nicht auf die eigene Klasse bzw. Gruppe zu beschränken, sondern Aufgaben zu entwickeln, die Bezugspunkte für den Austausch mit den Projektpartnern enthalten oder die einer Reaktion der Partner bedürfen (vgl. Seite 18). Interaktion muss dabei nicht immer aufwendig oder mit großem Medieneinsatz verbunden sein. Oftmals genügt ein Umdenken bei der Gestaltung der Aufgabe, um diese mit Bezugspunkten für die Partnergruppe zu versehen: Who is who? Fördern Sie die Neugier Ihrer Projektpartner, indem Sie z.B. aus Steckbriefen Rätsel entwickeln: Trennen Sie die Personenbeschreibung von etwaigen Bildern und lassen Sie Ihre Partner raten, wer zu welchem Foto gehört. Für jüngere Projektgruppen lassen sich nach diesem Prinzip auch Alternativen ableiten, die die Fantasie und Kreativität der Schülerinnen und Schüler anregen: Lassen Sie z.B. ausgehend von Personenbeschreibungen oder auf Grundlage eines Teilfotos (z.B. der Schuhe) und des Namens Porträts der Partner malen. Rollentausch Auch für die Präsentation der eigenen Lebenswelten lässt sich mit wenig Aufwand eine Aufgabe entwickeln, die zur Auseinandersetzung mit den Partnern anregt und einen Perspektivwechsel herbeiführt: Lassen Sie die Partnergruppen zunächst über Land und Lebenswelten ihrer Partner recherchieren und diese im Anschluss einander präsentieren. Sowohl die Steckbriefrätsel als auch der Rollentausch ermöglichen ein spielerisches Kennenlernen der Projektbeteiligten und erfordern anschließend einen Abgleich mit der Realität bzw. eine Bewertung seitens der Partner. Brainstorming Geben Sie innerhalb des Projekts einen thematischen Rahmen vor, lassen Sie jedoch bei der inhaltlichen Gestaltung Freiräume, um Interessen und Ideen der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen: Knüpfen Sie beispielsweise mithilfe von Brainstormings an das Vorwissen der Beteiligten an und präsentieren Sie die Ergebnisse anschaulich in Mindmaps. Diese ermöglichen, das Thema assoziativ zu erschließen. Zudem können Interessen von Schülerinnen und Schülern dazu beitragen, Arbeitsschwerpunkte zu definieren und die Arbeitsaufteilung zu erleichtern.

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