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eTwinning Handbuch: Der TwinSpace

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Lernen Sie für Ihre mediengestützte Projektarbeit mit Partnerklassen in Europa den TwinSpace kennen. Unser 100 Seiten starkes Handbuch erläutert, wie Sie Ihren TwinSpace gestalten, darin zusammenarbeiten, Mitglieder integrieren und sich austauschen. Sie erfahren auch, wie Sie ein Projekt starten und zu guter Letzt die Lorbeeren ernten. Das Handbuch ist gedruckt nicht mehr erhältlich.

32 | Den

32 | Den TwinSpace gestalten | 33 Das Urheberrecht als Herausforderung meistern Den TwinSpace als geschlossene Gesellschaft schützen Internetsicherheit zum Projektthema machen Eltern ins Boot holen Skepsis gegenüber der Online-Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist keine Seltenheit. Beziehen Sie daher die Eltern zu Beginn Ihres Projekts ein. Mit der offenen Kommunikation des Projektvorhabens und einer Vorstellung der eTwinning-Plattform können Sie Transparenz und Vertrauen schaffen und Bedenken in Bezug auf die Medienarbeit ausräumen. Beraten Sie sich bei Bedarf auch mit Ihrer Koordinierungsstelle. Um Ihnen als Lehrkraft Sicherheit zu verschaffen, haben wir eine Einwilligungserklärung zur Arbeit mit dem TwinSpace im Unterricht vorbereitet, die unter dem Link www.kmk-pad.org/einwilligung zum Download bereitsteht. Insbesondere, wenn Sie mit minderjährigen Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten, empfehlen wir Ihnen, nach der Vorstellung Ihres eTwinning-Vorhabens von den Erziehungsberechtigten ein unterschriebenes Formular der Einwilligungserklärung einzufordern. Überlegen Sie auch, ob Sie für Ihr eTwinning-Projekt weitere Mitstreiter an Ihrer Einrichtung ins Boot holen können. Möglicherweise gibt es interessierte Kolleginnen und Kollegen, die Sie zunächst punktuell in Ihr Projekt einbinden können. Kooperationen an Ihrer Einrichtung helfen Ihnen nicht nur, das Projekt auf eine breitere Basis zu stellen und stärker zu verankern; die Teamarbeit stärkt und entlastet Sie bei Herausforderungen und bietet zudem bei fächerübergreifender Zusammenarbeit einen noch interessanteren Zugang zum Projektinhalt. Eine gute Option ist, Schule und Elternschaft beispielsweise mit dem Projektblog (vgl. Seite 80) auf dem Laufenden zu halten. Für weitergehende Einblicke in die Projektarbeit bietet es sich an, Eltern direkt als Gäste in Ihren TwinSpace einzuladen (vgl. Seite 60). Da die Auseinandersetzung mit fremdem geistigen Eigentum untrennbar mit Lehr- und Lernprozessen verbunden ist, sieht das Urheberrecht – also das exklusive Recht eines Urhebers, darüber zu entscheiden, was Nutzer mit seinem Werk machen können – zahlreiche Ausnahmen für den schulischen Kontext vor. Dennoch bleibt der Umgang mit Persönlichkeits- und Urheberrechten ein sensibles Thema, dem in der pädagogischen Praxis häufig mit Sorge und Unsicherheit begegnet wird, weil rechtliche Regelungen zum Teil schwer verständlich sind. Zudem lassen leicht zugängliche Inhalte im Netz sowie das Web 2.0 die Grenze zwischen dem, was möglich, und dem, was erlaubt ist, verschwimmen. Mit den folgenden Tipps möchten wir Ihnen sichere Wege für die Arbeit mit digitalen Inhalten aufzeigen und Sie in der Arbeit mit dem TwinSpace bestärken. Creative Commons als Lizenzmodell verwenden In der Regel werden die Nutzungsrechte an einem Werk (Text, Musik, Software, Bild, Film …) von Verwertungsgesellschaften wahrgenommen, die im Auftrag der Urheber Lizenzen verwalten und Nutzern gegen Gebühr(en) bestimmte Rechte für die Verwendung, Veröffentlichung oder Vervielfältigung einräumen. Kostenfrei und benutzerfreundlicher sind hingegen alternative Lizenzmodelle wie z.B. Creative Commons, die in Form von sechs standardisierten Lizenzverträgen die Nutzung und Freigabe von Werken regeln. Mit expliziten Kennzeichnungen zu Urheberschaft, kommerzieller Verwendung, Bearbeitung und Bedingungen zur Weitergabe bilden sie übersichtlich wesentliche Anwendungskontexte ab und sind auch für juristische Laien verständlich. Als international anerkanntes Lizenzmodell sind Creative Commons auch für den Bildungsbereich und insbesondere für die Projektarbeit mit eTwinning interessant. Aufgrund ihrer breiten Akzeptanz stellen sie mit einigen 100 Millionen online verfügbaren Medienprodukten eine gute Alternative für die Zusammenarbeit im Netz dar. Unter Creative Commons lizenzierte Inhalte können auf unterschiedlichen Wegen gefunden werden: Viele bekannte Plattformen, so z.B. Google, Flickr und YouTube, bieten in ihrer erweiterten Suche die Möglichkeit, nach Lizenzen und Bearbeitungsrechten zu filtern. Zusätzlich gibt es spezielle Datenbanken mit frei lizenziertem Musik-, Film- und Bildmaterial. Eine aktuelle Liste sowie ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite der Initiative unter creativecommons.org. Ob zu Dokumentationszwecken, für einen Wettbewerbsbeitrag, für die Pressearbeit oder aber für die Bewerbung um ein Qualitätssiegel: Häufig kann es sinnvoll sein, der Öffentlichkeit außerhalb eines Projekts Einblick in die Projektaktivitäten zu geben. Da für die Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials besondere Einschränkungen gelten, ist es ratsam, den TwinSpace einzig auf die Projektbeteiligten beschränkt zu lassen, um eine versehentliche Vervielfältigung im Netz zu vermeiden. Stellen Sie daher mit Ihren Projektpartnern gemeinsam Überlegungen an, ob Sie Teile Ihres Projekts öffentlich machen möchten. Wägen Sie dabei genau ab, welche Inhalte zugänglich gemacht werden und reflektieren Sie, ob dafür geltende Voraussetzungen mitbedacht wurden: So sollten im Falle von Personenabbildungen die entsprechenden Einverständniserklärungen (bzw. je nach Alter die der Erziehungsberechtigten), im Falle urheberrechtlich geschützter Werke entsprechende Lizenzen und Genehmigungen für den jeweiligen Verwendungszweck vorliegen. Es ist ratsam, Fragen in Bezug auf die Veröffentlichung von Inhalten gleich zu Beginn des Projekts in die Planung einzubeziehen und auch bei der Strukturierung Ihres TwinSpace zu berücksichtigen. Da der TwinSpace auch die selektive Veröffentlichung von Seiten ermöglicht (vgl. Seite 28, 42), kann ein guter Kompromiss in der Regel bereits bei der Gestaltung des TwinSpace erzielt werden, indem beispielsweise eine Seite mit einer Auswahl an Inhalten gezielt der Außendarstellung des Projekts gewidmet und für die gesamte Netzwelt veröffentlicht wird. Zum verantwortungsvollen und mündigen Umgang mit dem Internet gehört auch die Reflexion über digitale Medien. Machen Sie daher Persönlichkeitsrechte und Sicherheit im Netz zum Thema und vereinbaren Sie gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern Regeln zum Umgang damit in Ihrem Projekt. Auf diese Weise können Sie ein Bewusstsein für den Schutz geistigen Eigentums schaffen und als Vorbild Alternativen für die sichere Mediennutzung aufzeigen. Interessante Anregungen, praxisnahe Unterrichtspläne für den Umgang mit Datenschutz und Internetsicherheit sowie Arbeitsblätter und Quiz für Ihre Schülerinnen und Schüler finden Sie in der Publikation The Web We Want, die in Kooperation mit Lehrkräften und der europäischen Initiative insafe entwickelt wurde. Die Publikation ist im Webshop des PAD unter www.kmk-pad.org/service/webshop kostenfrei bestellbar.

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