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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

BELGIEN Unterstützende

BELGIEN Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Die Teammitglieder treffen sich während der Schulzeit ganz informell im Lehrerzimmer, um über ihre Kooperation zu diskutieren. Obwohl es eine formelle eTwinning-Arbeitsgruppe gibt, erhalten die LehrerInnen keine formelle Anerkennung. Die leitende Lehrkraft erklärt: „Es gibt keine wirkliche Anerkennung für die Durchführung oder Teilnahme an einem Projekt – außer hin und wieder ein Schulterklopfen des Schulleiters. Aber das genügt mir. Die Motivation und der Enthusiasmus der SchülerInnen ist für mich Anerkennung genug. Alle LehrerInnen erwähnen die Unterstützung des Schulleiters und des stellvertretenden Schulleiters, die für sie ganz wichtig ist. „Alle Projektaktivitäten werden genehmigt und falls wir eine Stunde verschieben oder sogar ausfallen lassen müssen, ist das niemals ein Problem.” Die leitende Lehrkraft sagt: „Der Schulleiter ist sich bewusst, dass man den Lehrplan nicht nur durch das Durcharbeiten eines Lehrbuchs erfüllen kann und dass die SchülerInnen auch außerhalb des Klassenzimmers lernen.” Die freundliche und offene Atmosphäre an der Schule trägt ebenfalls zum Gelingen der eTwinning- Projekte bei. Die leitende Lehrkraft merkt an: „In dieser Schule scheuen sich die LehrerInnen nicht davor, KollegInnen um Rat zu fragen oder Schwächen zu zeigen. Man fi ndet problemlos Unterstützung. Die IT-Koordinatorin hilft jederzeit. Wir beteiligen auch unsere SchülerInnen an unserer IT-Fortbildung. Sie kennen sich mit einigen Werkzeugen sehr gut aus und haben mehr Erfahrung als wir und können uns deshalb viel beibringen.” Auch die IT-Koordinatorin hebt die kollegiale Atmosphäre der Schule hervor: „Im Lehrerzimmer helfen sich die KollegInnen und bringen sich gegenseitig neue Werkzeuge bei. Da LehrerInnen sich oftmals nicht trauen in „formellen“ Workshops Fragen zu stellen, funktioniert diese Art des Lernens bei uns sehr gut.” Der Schulleiter hebt die Bedeutung der Informationsverbreitung hervor: „Die leitenden Lehrkräfte müssen ihre Erfahrungen mit anderen LehrerInnen teilen. Sie dürfen nicht als „Inseln” fungieren.” An der Schule gibt es die Tradition interner Fortbildungen während der Mittagspause. Die IT- Koordinatorin, der Schulleiter oder eine Lehrkraft organisiert regelmäßig Workshops oder Vorträge zu bestimmten Themen. Die Bedeutung dieser internen Fortbildungen könnte in Zukunft noch größer werden, da das Ministerium das Budget für Fortbildungen gekürzt hat. Auch die SchülerInnen motivieren ihre Lehrkräfte, Projekte zu starten. Einige LehrerInnen berichteten, dass die Initiative für ein Projekt von den SchülerInnen ausging. Die SchülerInnen stellen ihr Projekt im Rahmen von Projekttagen oder Tagen der offenen Tür KollegInnen der Schule vor. Viele LehrerInnen haben angegeben, dass die Teilnahme an einem eTwinning Professional Development Workshop (PDW) oder Kontaktseminar den Ausschlag zum Start eines Projektes gegeben hat. Die LehrerInnen werden sowohl vom Schulleiter als auch von seinem Stellvertreter 28 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

BELGIEN angehalten, an derartigen Veranstaltungen teilzunehmen. „Immer wenn sich LehrerInnen beklagen, dass KollegInnen an einem europäischen Workshop teilnehmen und sie deshalb deren Stunden übernehmen müssen, unterstützen und verteidigen wir diese eTwinning-Lehrkraft.” Einfluss des eTwinning-Schulteams Der stellvertretende Schulleiter sagt, dass das Wohlbefi nden der SchülerInnen höchste Priorität hat. eTwinning-Projekte scheinen diesbezüglich eine positive Auswirkung zu haben. Alle Lehrkräfte sind sich einig, dass eTwinning-Projekte zur Verbesserung der Motivation und des Lernens beitragen. Die Primarschullehrerin erklärt: „Da mein IT- Wissen nicht besonders gut ist, kann ich meine SchülerInnen um Rat fragen. Sie sind wirklich sehr stolz, wenn sie mir helfen können. Wir sehen, dass sich ihre Fertigkeiten verbessern. Wenn sie jetzt eine Präsentation halten sieht man, wie viel sie vom Projekt gelernt und profi tiert haben.” Der Kontakt zu den SekundarschülerInnen hatte positive Auswirkungen auf die jüngeren SchülerInnen der Primarschule. Sie fürchten sich nicht mehr vor der Sekundarschule und haben viel von den älteren SchülerInnen gelernt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen hat auch beide Lehrkräfte näher zusammengebracht. Die LehrerInnen der Sekundarschule bestätigen, dass die eTwinning-Projekte das Selbstvertrauen der SchülerInnen enorm gesteigert haben. Ein Schüler sagte: „Ich werde auf keinen Fall zu Hause erzählen, dass ich PrimarschülerInnen Französisch und IT beigebracht habe – niemand würde mir das glauben!”. Die leitende Lehrkraft sagte: „Die Schülerinnen haben gemerkt, dass die Partnerschulen über unterschiedliches Fremdsprachenwissen verfügten. Das war eine positive Erfahrung. Sie waren stolz der Partnerschule zu zeigen, was sie dieses Schuljahr gelernt hatten. Das Show-Element ist sehr wichtig für die Jugendlichen.” 29

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