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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

BULGARIEN Auch die

BULGARIEN Auch die Eltern sind in manchen Fällen an Projekten beteiligt und erstellen Dekorationen, Modelle und Materialien. In den letzten Jahren haben die Eltern mehr und mehr Interesse für die Projekte gezeigt und nehmen immer öfter an unterschiedlichen Aktivitäten teil. Das eTwinning-Team Das Interview wurde vor allem mit Natasha Dzhurkova geführt. Sie ist die leitende Lehrkraft an der Schule und als stellvertretende Schulleiterin für die Primarschule und die Abteilung Musik verantwortlich. Anfangs gab es an der Schule kein „Team”, sondern nur Initiativen einzelner LehrerInnen. Nachdem sich mehr und mehr Lehrkräfte für eTwinning interessierten, begann die leitende Lehrkraft damit, jeden zu unterstützen, der sich registrieren und ein Projekt starten wollte. Aus der anfangs kleinen Gruppe sind nun über 20 registrierte Lehrkräfte geworden. Das Schulteam arbeitet nun seit zwei Jahren sehr gut zusammen. Die meisten Projekte sind fächerübergreifend. Während der Projektkoordinator eine fi xe Rolle hat, werden die übrigen Rollen bei jedem Projekt je nach Thema vergeben. Wenn es in einem Projekt zum Beispiel um traditionellen Tanz geht, ist die Musiklehrkraft für die musikalische Gestaltung zuständig und die IT-Lehrkraft hilft mit der Onlinearbeit. Alle Projektaktivitäten werden auf eine spezielle Klassenwebsite hochgeladen. Jede Lehrkraft ist dafür verantwortlich, eine Website für ihre Klasse einzurichten. Die Idee eines Schulteams stammt von der leitenden Lehrerin, die als erste auf eTwinning aufmerksam wurde und immer noch rund die Hälfte der Projekte koordiniert. Die Schule verfolgt eine bottom-up- Methode und das Schulteam ist lehrerinitiiert, wird aber von der ehemaligen und aktuellen Schulleitung unterstützt. Zum Zeitpunkt der Interviews war der neue Schulleiter erst zwei Wochen im Amt, kannte die Arbeit des Teams aber schon sehr gut und unterstützte alle Aktivitäten. Der ehemalige Schulleiter unterstützte des eTwinning-Team ebenfalls. Auch das regionale Schulinspektorat unterstützte die Projektaktivitäten, da alle Arten der Schuldokumente vorher abgesprochen werden müssen. Das konkrete Ergebnis der Kooperation zwischen den MitarbeiterInnen der Schule ist das große Interesse, die SchülerInnen zu beteiligen. Das Motto der Schule lautet “Mit uns ist Europa näher”. Viele SchülerInnen haben das Projekt in ihren Lebensläufen als internationale Erfahrung angegeben, als sie sich für höhere Bildungsinstitutionen bewarben. Teamaktivitäten Jüngere LehrerInnen und Lehrkräfte, die erst seit Kurzem an der Schule sind, interessieren sich sehr für die Projektaktivitäten und nehmen gerne daran teil. Die leitende Lehrkraft hilft ihnen beim Registrierungsprozess auf der eTwinning-Plattform. Da viele LehrerInnen an eTwinning-Projekten arbeiten und unterschiedliche Altersgruppen und Fächer unterrichten, werden meist fächerübergreifende Projekte durchgeführt. Viele eTwinning- 32 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

BULGARIEN Projekte beschäftigen sich zum Beispiel mit Geographie, Geschichte und Literatur, was nicht nur zu internationalen Kooperationen sondern auch zur Zusammenarbeit zwischen LehrerInnen an der Schule geführt hat. An einigen Projekten sind SchülerInnen unterschiedlicher Altersgruppen beteiligt. Ältere SchülerInnen übersetzten dabei zum Beispiel Märchen aus unterschiedlichen Ländern aus dem Englischen ins Bulgarische, damit jüngere SchülerInnen diese kennenlernen können. Durch diese Art der Arbeit werden die SchülerInnen mutiger, vor einem Publikum zu sprechen. Die meisten SekundarschülerInnen arbeiten aktiv an den TwinSpaces der Projekte. Die LehrerInnen versuchen, die Plattform als nützliche Alternative zu traditionellen Netzwerk-Websites zu präsentieren, die im Gegensatz zu eTwinning nicht über pädagogische Werkzeuge und Elemente verfügen. Die Schule führt im Rahmen des Projekts unterschiedliche Aktivitäten durch. Die Schülerinnen präsentieren ihre Arbeit oftmals in Form eines Theaterstückes oder einer Fotoausstellung. Einige der Projektaktivitäten sind Schulausfl üge (z.B. Biologie- oder Geographieexkursionen), während andere in der Schulbibliothek durchgeführt werden, wo die SchülerInnen Computer und das interaktive Whiteboard für Aktivitäten im TwinSpace nutzen können. Die LehrerInnen im Team sind sich einig, dass es einfach ist, mit PrimarschülerInnen zu arbeiten. Sie sind sehr interessiert und arbeiten gerne miteinander. Auch ihre Eltern sind sehr hilfsbereit und stellen einen Großteil der benötigten Materialien zur Verfügung, z.B. Dekorationen für die Theateraufführung, Minimodelle berühmter Sehenswürdigkeiten, Fotos, etc. Die meisten oben beschriebenen Aktivitäten fi nden außerhalb der Schulzeit statt. Im bulgarischen Lehrplan gibt es keine Zeit für außerschulische Aktivitäten wie Projekte. Dies könnte man als Hindernis sehen, aber außerhalb der offi ziellen Schulzeit können die LehrerInnen so lange sie wollen und mit beliebig vielen SchülerInnen an eTwinning arbeiten, was wiederum ein unterstützender Faktor ist. Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Die Teammitglieder treffen sich meist im Lehrerzimmer, in der Bibliothek oder im Klassenzimmer der leitenden Lehrkraft. Man kann nicht sagen, dass das Team auf irgend eine Weise von seinen Treffen abgehalten wird, da nur rund 5% der Projektaktivitäten während der Schulzeit stattfi nden. 65% der Zeit verbringen die LehrerInnen mit den SchülerInnen im Rahmen von außerschulischer Projektarbeit. Die verbleibenden 30% der Zeit werden für die Kommunikation unter den Lehrkräften benötigt. Die Schule verfügt über genügend Computer in den Computerlaboren für alle interessierten SchülerInnen. Alle Computer haben einen Internetanschluss, sodass die Kommunikation und die Kooperation mit Partnerschulen kein Problem ist. Auch das interaktive Whiteboard kann für TwinSpace-Aktivitäten genutzt werden. 14 Klassenzimmer in der Primarschule verfügen über Multimedia-Projektoren. Der Hintergedanke dabei ist, dass die SchülerInnen so früh wie möglich an moderne Technologie gewöhnt werden, damit sie später problemlos an kooperativen Projekten 33

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