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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

DEUTSCHLAND eine

DEUTSCHLAND eine Nachricht erhält, wird sie von ihrem Kollegen informiert. Laut leitendem Lehrer erleichtert das die Arbeitslast für alle Beteiligten. Gudrun König arbeitet ebenfalls am Projekt „Footsteps for Peace” mit. Sie unterrichtet Deutsch und Sozialwissenschaften in der dritten Klasse. Sie hat den ersten Kontakt zwischen ihren SchülerInnen und der Partnerklasse anhand eines klassischen Briefaustausches hergestellt. „Meine SchülerInnen sind in der dritten Klasse. Ihre Englischkenntnisse sind zu gering, um eigenständig über das Internet kommunizieren zu können. Wir haben uns für die Briefe entschieden, damit sich die Kontakte nach und nach aufbauen können.” Jasmin Tran hat sich ebenfalls für den Briefaustausch zum Zwecke der ersten Kontaktaufnahme entschieden, setzt aber die Kommunikation per E-Mail fort. Ihre SchülerInnen sind in der 5. und 6. Klasse und 11-12 Jahre alt. In diesen Schulstufen fi nden die Austausche mit Partnerschulen statt. Die LehrerInnen treffen sich alle drei Monate mit KollegInnen aus allen Partnerschulen in einem der teilnehmenden Länder. Pro Schule dürfen zwei Lehrkräfte verreisen und die Kosten werden vom Comenius-Partnerschaftsprojekt übernommen. Teamaktivitäten Alle Projekte sind in den Regelunterricht integriert und die SchülerInnen arbeiten an ihnen unabhängig von ihrem Alter. Zusätzlich versucht der stellvertretende Schulleiter Elternverbände und andere Einrichtungen mit einzubeziehen. „Wir konnten das Akademische Orchester Berlin für eine Teilnahme an einem Musikprojekt gewinnen. An einem Abend sind 70 MusikerInnen – 10 Erwachsene und 60 Kinder – in unserer Aula aufgetreten.” Unterricht fi ndet aber auch außerhalb der Klasse statt. Während sie an einem Projekt arbeiten besuchen SchülerInnen Ausstellungen und am Europatag präsentieren sie einem Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) die Schulpartnerschaften auf digitale Weise. Für den stellvertretenden Schulleiter ist die Anerkennung der internationalen Schulpartnerschaften von großer Bedeutung. Er möchte seine Schule weit über die Grenzen hinaus bekannt machen. Ein Grund dafür sind die sinkenden Schülerzahlen in Deutschland. Schulen im Allgemeinen und Primarschulen im Speziellen stehen stark unter Druck neue Anmeldungen zu bekommen. Je attraktiver die Schule, desto mehr SchülerInnen melden sich an. Projektarbeit fördert aber auch ein Gemeinschaftsgefühl unter den LehrerInnen. Nach jedem Schulaustausch treffen sich die LehrerInnen für ein gemeinsames kulinarisches Beisammensein und evaluieren ihre Reise. „Der Teamgeist wird durch diese Treffen verbessert und wir lernen uns in dieser informellen Umgebung besser kennen”, erklärt die Lehrerin Bettina Hildebrand- Lange. Sie unterrichtet Deutsch, Kunst und Sozialwissenschaften. Austausch auf berufl icher Ebene fi ndet ansonsten nur innerhalb der eigenen Fächer statt. Im Rahmen der Projektarbeit für „Footsteps for Peace” haben die Lehrkräfte Tran, Hildebrand-Lange und König Kooperationen zwischen Unterrichtsfächern begonnen. Alle ProjektlehrerInnen bestätigen, dass die Interaktion mit ihren europäischen KollegInnen die eigene Arbeit verändert hat. Sie haben ihre eigenen Unterrichtsmethoden hinterfragt, neue kennengelernt und die europäische Idee in die Schule gebracht. 42 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

DEUTSCHLAND Katharina Schulz unterrichtet Musik, Kunst und Deutsch und wird im Schuljahr 2012-2013 mit den SchülerInnen der 5. und 6. Klassen ein neues Projekt starten. Da sie von Computerarbeit begeistert ist, möchte sie ihre Fächer mit IKT verbinden. „Mich interessieren die virtuellen Bereiche dieser Plattformen und ich kann meine Fertigkeiten nutzen, wenn wir interaktiv ein Theaterstück aufführen.” Nach einem Fortbildungskurs begann sie, das interaktive Whiteboard in ihrem Musikunterricht einzusetzen. Obwohl sie nach wie vor traditionell unterrichtet, hat sich doch einiges verändert. „Ich muss nicht mehr in die Musikklasse, um Instrumente vorzustellen. Ich zeige nun online Fotos am interaktiven Whiteboard und spiele Melodien am digitalen Keyboard vor.” Eine Kollegin des Projekts ist Ildiko Bikfalvi. Sie unterrichtet Deutsch, Sozialwissenschaften, Kunst, Theater und Tanz. Ihr großes Interesse an europäischen Austauschprogrammen liegt in ihren ungarischen Wurzeln und eigenen Erfahrung mit anderen Kulturen begründet. Es interessiert sie, wie Unterricht in anderen Ländern organisiert wird. „Vielleicht lerne ich, was ich an meinem Unterricht verbessern oder verändern kann.” Obwohl die Erst- und Zweitklässler noch sehr jung sind, würde sie sie sehr gerne am Projekt beteiligen. „Ich möchte gerne den Grundstein legen für die 11 und 12-Jährigen. Wenn sie älter sind, sollen sie sich mit Partnerschulen austauschen.” Es ist kein Zufall, dass der leitende Lehrer den Schwerpunkt des Projekts auf Kunst gelegt hat. „Wir haben uns bewusst für diese beiden Kolleginnen und ihre Unterrichtsfächer entschieden, als wir das Projekt geplant hatten. Dadurch schaffen wir es, neue KollegInnen ins Boot zu holen.” Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Die meisten Lehrkräfte setzen in ihrem Unterricht bereits moderne Kommunikationstechnologien ein. Dank vieler Erfahrungen mit digitalen Schulpartnerschaften nutzen die LehrerInnen das 43

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