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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

FRANKREICH

FRANKREICH Teamaktivitäten Seit drei Jahren gibt es ein fi xes eTwinning-Team. Das Team arbeitet meist an einem gemeinsamen, fächerübergreifenden eTwinning-Projekt mit unterschiedlichen Aktivitäten. Die Englischlehrerin erinnert sich, dass das laufende Projekt „A Colourful World of Vegetables” Teamarbeit erfordert hat, da Rezepte nicht unbedingt ihr Fachgebiet sind. Die Berechnung der Maßeinheiten der Zutaten gab der Mathematiklehrerin die Möglichkeit, ihre SchülerInnen anhand einer konkreten Aufgabe zu motivieren. Damit die Projektarbeit mit mehreren Klassen funktionierte, arbeiteten die LehrerInnen gemeinsam ein System aus, bei dem die SchülerInnen ein Konzept zuerst mit einer Lehrkraft erarbeiteten, bevor sie es in einer anderen Klasse vorstellten. Die LehrerInnen im Team fanden, dass dieses System sehr gut funktioniert. Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Das eTwinning-Team war sehr zufrieden, dass das Projekt, alle Aktivitäten und die Stundenpläne so gut koordiniert werden konnten. Sie hoben hervor, dass der Schulleiter sie dabei unterstützte, den Stundenplan auf die Teamarbeit abzustimmen. Die KollegInnen konnten sich vor allem während der Arbeitszeit im Lehrerzimmer und den Computerlabors treffen. Dies war einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Die meisten LehrerInnen geben nämlich an, dass die fehlende Koordination von gemeinsamen Treffen das Haupthindernis bei kooperativem Arbeiten ist. Die Englischassistentin erzählte, dass in einer ihrer ehemaligen Schulen inkompatible Stundenpläne den Aufbau eines eTwinning-Teams verhinderten. Die LehrerInnen sind sich bewusst, dass der Schulleiter ein eTwinning-Projekt als wichtige Werbung für die Schule ansieht und die Energie und den Enthusiasmus seiner KollegInnen zu schätzen weiß. Gleichzeitig sehen sie aber fehlende institutionelle Anerkennung für die Projektarbeit. „Wir wissen, dass unser Schulleiter mit uns zufrieden ist, aber hier endet auch schon die Anerkennung.” Ihr Vorschlag wäre eine Art „Siegel”, um das Engagement und die Arbeit sowohl der Schulleitung als auch der beteiligten Lehrkräfte zu würdigen. Die Mathematiklehrerin stellt fest, dass die Aktivitäten „zur richtigen Zeit im Jahr” stattfanden. Darüber hinaus merkt sie an, dass die Projektarbeit „gut in den Lehrplan passte” und während der Unterrichtszeit erledigt werden konnte. Dies traf jedoch nicht für alle am Projekt beteiligten Lehrkräfte zu. Einige mussten zusätzliche Stunden arbeiten, um den SchülerInnen bei ihrer eTwinning-Projektarbeit zu helfen. Ein weiterer positiver Faktor war die kleine Schülergruppe von 12 Jugendlichen, die an den Projektaktivitäten teilnahm. Die Englischassistentin sagte: „Ich hätte nicht mit einer Schulklasse mit 24 SchülerInnen arbeiten können. Die SchülerInnen haben nicht genug Selbstvertrauen und sind nicht selbständig genug, um alleine zu arbeiten. Außerdem benötigt jeder Jugendliche individuelle Hilfe.” 48 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

FRANKREICH Die Schule verfügt über drei Computerlabors, von denen eines während des ganzen Jahres ausschließlich für das eTwinning-Projekt reserviert war. Eine der Lehrkräfte sagte, dass die Bereitstellung eines Computers für jeden Jugendlichen die Arbeit stark erleichterte. Weiters schätzten die LehrerInnen sehr, dass immer ein Computertechniker vor Ort war, der sich sofort um technische Probleme kümmerte. Das Team gibt jedoch zu bedenken, dass es im Falle von weiteren Projekten an der Schule einen Engpass an Ausstattung und Räumen geben wird. Obwohl es bereits seit rund drei Jahren ein eTwinning-Team gibt, konnte dieses keine neuen KollegInnen dazugewinnen. Die LehrerInnen sind der Meinung, dass es trotzdem kein Problem darstellt, ein eTwinning-Schulprojekt mit KollegInnen durchzuführen, solange die Zusammenarbeit gut funktioniert. Einfluss des eTwinning-Schulteams Der Einfl uss des eTwinning-Projektteams war in den Stundenplänen der teilnehmenden SchülerInnen zu erkennen. Alle Aktivitäten fanden während des Englischunterrichts statt. Die SchülerInnen arbeiteten alleine oder paarweise an einem Computer und wurden von der Englischlehrerin und der Englischassistentin unterstützt. Aktivitäten wurden mit Materialien der Biotechnologie- und GeographielehrerInnen durchgeführt. Einige Aktivitäten umfassten Nachforschungen über die geographische Herkunft von Obst und Gemüse. Darüber hinaus wurden Quizzes und Videos mit den ausländischen KollegInnen ausgetauscht. Am Tag der offenen Tür konnten die SchülerInnen ihren Eltern die Projektarbeit präsentieren. Die befragten LehrerInnen glauben, dass die teilnehmenden SchülerInnen durch die Projektarbeit motiviert und begeistert waren, was die Aufgabe der eTwinning-LehrerInnen einfacher machte. Die 49

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