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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

In dieser Studie

In dieser Studie beschäftigen wir uns mit einer Untergruppe von Faktoren der oben beschriebenen Studie. Jede Beschreibung einer Schule im Rahmen der Fallstudie folgt demselben Schema und beschreibt folgende Elemente: Institutionelle Faktoren und das organisatorische Klima der Schule. Die Fallstudien beschäftigen sich zu Beginn mit dem „Schulkontext” und der „Innovationsgeschichte der Schule”. Dieser Teil umfasst die Vision der Schule in Bezug auf IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien), Internationalismus und kooperatives Lernen, sowie eine Beschreibung der Innovationsgeschichte der Schule, z.B. wie aktiv die Schule nach Kooperationen und Entwicklungsmöglichkeiten im In- und Ausland gesucht hat. Frühere Studien haben gezeigt: Je länger und umfangreicher die Innovationsgeschichte der Schule, desto mehr LehrerInnen verfügen über die Erfahrung, diese Innovationen auch umzusetzen (e.g. Nachmias et al. 2004). Menschliche Faktoren beschreiben die einzelnen Rollen innerhalb der Schule, z.B. SchulleiterIn, LehrerIn, andere MitarbeiterInnen, sowie außerhalb der Schule, z.B. Eltern, andere eTwinning-LehrerInnen, nationale eTwinning-Koordinierungsstelle, etc. In jeder Fallstudie wird das „eTwinning-Team” vorgestellt und über seinen Innovationsprozess berichtet. Frühere Studien haben gezeigt: Je mehr MitarbeiterInnen und Führungspersonen am Prozess mitwirken, desto mehr wächst die Fachkompetenz der LehrerInnen, die am Innovationsprozess beteiligt sind. Darüber hinaus verbessert sich die Arbeit miteinander (Nachmias et al. 2004). Institutionelle Faktoren stehen auch im Zusammenhang mit der Organisation des Lernens; z.B.: Werden fächerübergreifende und altersübergreifende Lernmöglichkeiten angestrebt? Wie fl exibel ist der Stundenplan im Hinblick auf die Zusammenarbeit von LehrerInnen und SchülerInnen? In den Fallstudien wird dies als Teil der „Aktivitäten des Teams” im Abschnitt „Unterstützende Faktoren und Hindernisse“ beschrieben. Frühere Studien haben gezeigt: Je fl exibler und variabler die Organisation der Unterrichtseinheiten gestaltet ist, desto besser wird der Innovationsprozess und das Verhältnis der Lehrkräfte untereinander. Ein ähnliches Ergebnis wurde in Bezug auf Verteilung von SchülerInnen auf Klassen erzielt (e.g. Nachmias et al. 2004). Schließlich berichten die Fallstudien über den „Einfluss des eTwinning-Schulteams” sowohl auf die Arbeit der LehrerInnen als auch auf jene der SchülerInnen und zeigen „Pläne für die Zukunft” auf. In der Analyse und den Texten der Fallstudien verwenden wir den Begriff „Leitende Lehrkraft”. Wir meinen damit jemanden, der eine zentrale Rolle in der Teamorganisation und der Teamarbeit einnimmt. Leitende Lehrkräfte arbeiten in Teams, leben Solidarität vor und spielen eine klare Rolle in der Verbreitung der Innovation. Frühere Studien haben die Motivation dieser Lehrkräfte als wesentliche Komponente der Stabilität der Innovation hervorgehoben (e.g. Nachmias et al. 2004). Sie ist einer der einfl ussreichsten Faktoren in der IKT-unterstützten pädagogischen Innovation (Forkosh-Baruch et al., 2008). Derartige Schlüsse können auch aus unseren Fallstudien gezogen werden. 4 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

Methodik der Fallstudien EINLEITUNG Für die Untersuchung von eTwinning-Schulteams wurde die beschreibende Fallstudienmethodik herangezogen. Wir haben die methodischen Leitlinien von Yin (2009, p.4) genutzt: „Je besser Ihre Fragen versuchen, aktuelle Umstände zu erklären (z.B. „wie” oder „warum” einige Phänomene funktionieren), desto relevanter ist die Fallstudie. Fallstudien sind spezifi sche, begrenzte Beispiele einer allgemeineren Situation, die in ausreichendem Detail und Tiefe beschrieben werden, damit sich auch andere damit identifi zieren können“ (Cohen et al., 2007). Bei der Auswahl der Kriterien für die Fallstudien wurden interessante pädagogische Lösungen, gute Praxisbeispiele und Beispiele erfolgreicher eTwinning-Teams herangezogen. Wir wollten keine „normale” Schule mit einem „normalen” eTwinning-Team beschreiben. Die Fallstudien versuchen auf keinen Fall einzelne Aspekte der bestehenden eTwinning-Teams zu generalisieren, oder bestimmende Faktoren für die Bildung eines solchen Teams festzustellen (z.B. Einfl uss der Altersgruppe der LehrerInnen, unterrichtete Fächer, Geschlecht, Teilnahme an Fortbildungsprogrammen), noch suchen sie nach kausalen Verbindungen zwischen derartigen Faktoren, Verhaltensmustern und Praktiken. Für die Studie wurden vorhandene Instrumente herangezogen (e.g. Nachmias et al. 2004; Forkosh- Baruch et al., 2008; Shear et al., 2010), ein vorläufi ger Fragebogen und ein semi-strukturiertes Interviewraster erstellt, um die Schulbesuche und Interviews zu vereinfachen und ein umfangreiches Verständnis der Arbeitsbedingungen der Schulteams zu erhalten. Dies war Teil der Monitoring- Aufgabe der Zentralen Koordinierungsstelle (CSS) im Jahr 2012. An der Studie nahmen fünfzehn Nationale Koordinierungsstellen (NSS) auf freiwilliger Basis teil. Die Nationale Koordinierungsstelle jedes teilnehmenden Landes wählte die Schulen für die Fallstudien aus. Ein Beispiel jedes Landes wurde für diese Publikation herangezogen (15) und die verbleibenden neun Studien werden auf der Website (Tabelle 2) präsentiert. Die CSS organisierte im Frühjahr 2012 zwei Einführungsveranstaltungen für die NSS (eine online und ein persönliches Treffen), um die NSS mit der Arbeit vertraut zu machen, die auf nationaler Ebene durchgeführt werden musste. Zudem wurden einzelne Raster und Fragebögen erläutert und Fragen beantwortet. Die Ergebnisse der Fallstudien wurden an die CSS zur abschließenden Analyse weitergeleitet. Profile der Fallstudien-Schulen. Acht Schulen dieser Fallstudie waren Primarschulen, eine Schule war eine Vorschule. Bei den meisten Schulen handelte es sich um Sekundarschulen (11), zwei waren kombinierte Schulen (Sekundarschule + Berufsschule, Primar- + Sekundarschule). Ebenfalls zu fi nden sind eine Berufsschule und eine sonderpädagogische Schule (Tabelle 2). Die Schulen verfügten über ganz unterschiedliche eTwinning-Erfahrungen: Einige nahmen schon seit dem eTwinning-Start 2005 an der Aktion teil, andere waren Neulinge und es gab viele Variationen dazwischen. Auf Letzteres nehmen wir detaillierter unter 2.2 Bezug. 5

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