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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

NIEDERLANDE Die Schule

NIEDERLANDE Die Schule verfügt über eine schulinterne sogenannte JP Thijsse Akademie. Acht Mal pro Jahr nehmen LehrerInnen an drei bis vier Modulen teil, die von KollegInnen geleitet werden. Die berufl iche Fortbildung jeder Lehrkraft an dieser Akademie wird in einem Dossier festgehalten und für die nationale berufl iche Fortbildung angerechnet. Das eTwinning-Team Seit Sommer 2011 gibt es an der Schule ein eTwinning-Team. Der leitende Lehrer ist Jan Hormann. Er unterrichtet Englisch und ist Internationalisierungs-Koordinator. Das Team besteht im Moment aus drei aktiven LehrerInnen (der Fächer Englisch, Französisch und Geschichte), die unabhängig voneinander arbeiten. Gelegentlich beteiligt sich ein Englischlehrer am Unterricht eines Kollegen, um z.B. die Geschichte-Lehrkraft zu unterstützen oder die Tests der SchülerInnen zu benoten. Darüber hinaus gibt es eine Comenius-Assistentin (im Schuljahr 2011-2012). Drei weitere Lehrkräfte haben ihr Interesse bekundet, jedoch noch nicht aktiv mitgearbeitet. Der IKT- Koordinator hilft gelegentlich bei technischen Problemen der eTwinning-Projekte. eTwinning ist nur ein Teil des größeren Internationalisierungs-Teams, das Comenius-Partnerschaften und zweisprachige Erziehung umfasst. Der Internationalisierungs-Koordinator wählt gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin seine eigenen ExpertInnen aus. Der Großteil der eTwinning-Arbeit wird während der Unterrichtszeit (50%) erledigt. 30% der Arbeit sind der Verantwortung der Lehrkräfte überlassen. Die verbleibenden 20% werden in der Freizeit erledigt. Das Team arbeitet meist informell zusammen. Darüber hinaus gibt es pro Schuljahr ein oder zwei fi xe Treffen zwischen den ExpertInnen und dem Internationalisierungs-Koordinator. Teamaktivitäten Das Team war nun seit einem Schuljahr (2011-2012) Teil des eTwinning-Projekts. Es wurde einiges ausprobiert und die LehrerInnen haben gesehen, was in ihrer Schule funktioniert und was nicht. Im Geschichtsprojekt „Relics of World War 2 in our Region” tauschten die SchülerInnen vor allem Informationen aus und sind eher wenige Kooperationen eingegangen, das sie einzeln mit dem Rad Relikte und Monumente des Zweiten Weltkriegs abgefahren sind. Die Tour wurde dokumentiert und die SchülerInnen verfassten im TwinSpace einen Blog über die Monumente und Orte, die sie sahen. Das Projekt wird aller Voraussicht nach mit einem Skype-Treffen abgeschlossen. 68 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

NIEDERLANDE In einem anderen Projekt verfassen die SchülerInnen gemeinsam Kurzgeschichten mit SchülerInnen aus Frankreich und Deutschland. Die SchülerInnen schreiben einen Absatz der Geschichte und reichen ihn an ihre PartnerInnen in einem anderen Land weiter, welche die Geschichte fortsetzen. Die Comenius-Assistentin startete das Projekt „Projet sur les traditions” als Abschlussarbeit basierend auf einem Projektkit (bereitgestellt von der niederländischen NSS). Sie arbeitete einen umfangreichen Projektplan mit wöchentlichem Zeitplan, Evaluierung, klar defi nierten Aufgaben und Leitfäden für die Interaktion zwischen SchülerInnen aus. Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Die IKT-Ausstattung der Schule ist hervorragend. Es gibt große Computerräume, die von allen LehrerInnen genutzt werden können. Institutionelle Anerkennung in Form eines klaren Schwerpunktes auf Internationalisierung ist in der Vision der Schule verankert. Die JP Thijsse Akademie für LehrerInnen bietet Lehrkräften die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Der Schulleiter organisiert jedes Jahr mindestens zwei eTwinning-Workshops für seine KollegInnen. In der Schule gibt es gute Möglichkeiten, neue Unterrichtsideen mit KollegInnen und dem Schulmanagement auszutauschen. Die stellvertretende Schulleiterin möchte die Initiativen besser koordinieren, damit sie die Zusammenarbeit statt Konkurrenz untereinander fördern. LehrerInnen können auch jederzeit Fortbildungen außerhalb der Schule besuchen. Zwei LehrerInnen haben zum Beispiel an einem eTwinning-Kontaktseminar teilgenommen, das sie als sehr nützlich empfanden. In den Niederlanden gibt es keine Schulbehörde, die den Lehrplan festlegt. Das Inspektorat kontrolliert die Qualität des Unterrichts, die Fortschritte, Prüfungsquoten und evaluiert manchmal Unterrichtsstunden. Überprüft wird die Qualität der Bildung und des Unterrichts. Das Inspektorat kann der Schule aber weder die Ziele noch die Methoden vorschreiben. Deshalb kann das Inspektorat auch keinen Einfl uss auf die eTwinning-Aktivitäten ausüben. Die LehrerInnen des Teams sind Teil einzelner Projekte. Unabhängig voneinander gaben alle Teammitglieder an, dass die Zeitplanung und die Durchführung eines eTwinning-Projekts die größten Herausforderungen darstellen. In der Vergangenheit fanden sie es schwierig, sich mit den ausländischen KollegInnen zu koordinieren. Die Lehrkräfte treffen sich im Lehrerzimmer und unterhalten sich informell. Die Planung von Treffen ist nicht immer möglich, aber zum Glück erachtet die stellvertretende Schulleiterin informelle Kontakte als wichtigen Entwicklungsschritt. Den LehrerInnen stehen keine zusätzlichen Stunden für eTwinning zur Verfügung. Die Internationalisierungs-ExpertInnen sind jedoch in einer höheren Gehaltsstufe eingestuft. Die Stunden des Internationalisierungs-Koordinators wurden von 200 auf 107 gekürzt. Dies scheint nicht im Einklang mit dem Internationalisierungsplan der Schule zu stehen. 69

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