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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

SCHWEDEN Unterstützende

SCHWEDEN Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Das Team traf sich für gewöhnlich im Lehrerzimmer, um Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse zu diskutieren. Diese Treffen während der Schulzeit schienen für das Team die beste Option zu sein. Die Teammitglieder sehen sich selbst als die eTwinning-Lehrkräfte der Schule. Nach und nach zeigen auch andere KollegInnen Interesse an der Initiative. Dem Team ist bewusst, dass es eine gewisse Größe nicht überschreiten sollte und deshalb möchten die Mitglieder auch zukünftigen Teams beratend zur Seite stehen. Das gesamte Team wurde dafür bewundert, dass es sich über das normale Maß hinaus engagiert. Die Stundenpläne sind sehr fl exibel und ermöglichen die Projektarbeit und ein fächerübergreifendes Unterrichten. Zudem fi nden LehrerInnen Zeit, gemeinsam zu arbeiten und zu planen. Ein Hindernis war der relativ schlechte Zugang zu den Computerräumen. Deshalb nutzten die SchülerInnen Computer, die auf einem Wagen in die Klasse geschoben werden konnten. Es handelte sich dabei um ältere Computer, die nicht immer funktionierten. Das Team ist jedoch zuversichtlich, dass sich auch diese Probleme lösen lassen. In ein bis zwei Jahren soll nämlich jeder Schüler/jede Schülerin über einen eigenen Laptop verfügen. Als Kompensation für die fehlenden Laptops wurde der eTwinning-Unterricht häufi g in die Bibliothek und das Computerlabor verlegt. Hauswirtschaftslehre war ein Hauptelement des Projekts und die Ressourcen dieses Faches wurden bei jeder passenden Gelegenheit genutzt. Beim Start des Projekts wurde das Team von Mitgliedern der schwedischen NSS unterstützt. Den LehrerInnen wurde vor allem gezeigt, wie man den TwinSpace einsetzt. Das Team sagte, dass die Schulleiterin das Projekt anfänglich unterstützen und die Projektarbeit präsentieren wollte. Als die Teammitglieder jedoch um zusätzliche Stunden für die Projektarbeit oder um Geld ersuchten, war das Interesse der Schulleiterin am Projekt nicht mehr so groß. Das Team war darüber sehr enttäuscht. Am Ende des Projekts scheint aber die Schulleiterin realisiert zu haben was das Team erreicht hat. Sie verstand, dass das Projekt große Außenwirksamkeit hatte und die Erfahrungen des Teams wichtig und für die Schule von großem Wert sind. Die Schulleiterin war in diesem Fall weder eine große Hilfe, noch ein großes Hindernis. Das Projekt wurde alleine von den LehrerInnen ins Leben gerufen und durchgeführt und war deshalb auch nicht so stark von der Unterstützung der Schule und der Schulleitung abhängig. Einfluss des eTwinning-Schulteams Die LehrerInnen sind überzeugt, dass sie mithilfe eines eTwinning-Projekts bessere Unterrichtsleistungen erreichen können. Die Tatsache, dass die SchülerInnen mit PartnerInnen anstatt „nur” mir 80 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

SCHWEDEN der Lehrkraft kommunizieren, motiviert sie sehr. Sie müssen versuchen, von ihren KollegInnen im Ausland in einer Fremdsprache verstanden zu werden. Oft merken sie, dass sie besser Spanisch und Englisch sprechen als sie gedacht hatten. Sie drücken sich in einer Fremdsprache in einer Art und Weise aus, wie sie es noch nie zuvor getan haben und übernehmen für einen Großteil des Projekts selbst die Verantwortung. Das Projekt wurde auf der Schulwebsite präsentiert und bei Treffen mit Eltern vorgestellt. Für die LehrerInnen stellte das Projekt eine Möglichkeit dar, neue IKT-Technologie in realen Unterrichtssituationen einzusetzen und neue Unterrichtsmethoden auszuprobieren. Die Lehrkräfte konnten sich aber nicht nur fortbilden, sondern hatten auch viel Spaß am Projekt. Pläne für die Zukunft Der ehemalige Schulleiter stand in engem Kontakt mit der leitenden Lehrerin. Er lud sie in seine neue Schule ein und bat sie, das Kollegium über eTwinning zu informieren und die Schule beim Start von eTwinning-Projekten zu unterstützen. Das Team traf auf der jährlichen eTwinning-Konferenz in Berlin KollegInnen aus einer katalanischen Schule. Sie planen, gemeinsam ein Projekt zu starten, bei denen Cartoons das wichtigste Kommunikationsmittel darstellen. Dabei sollen im Kunst- und Hauswirtschaftsunterricht Cartoons über Lebensmittel mit Texten auf Spanisch und Englisch entworfen werden. Durchgeführt wird das Projekt mit SchülerInnen aus der siebten Schulstufe, die alle einen Laptop haben, was die technische Seite des Projekts erleichtert. Das Team wird mit Sicherheit auch im nächsten Schuljahr ein neues Projekt durchführen und einige KollegInnen haben ihr Interesse bekundet, eigene eTwinning-Projekte zu starten. Darüber hinaus werden sie auch weiterhin Podcasts auf Spanisch und Englisch veröffentlichen. Die Deutschlehrerin möchte ihr eigenes Projekt starten, vom Team lernen und dieselben Technologien einsetzen. Die leitende Lehrerin wäre sehr gerne eTwinning-Botschafterin. Aufgrund ihrer momentanen Arbeitslast wird sie ihre Bewerbung aber noch einige Zeit ruhen lassen. Die Schule schmiedet auch Pläne für ein zukünftiges Comenius-Partnerschaftsprojekt. Abschließend kann man festhalten, dass alle LehrerInnen, die am eTwinning-Projekt beteiligt waren, große Fortschritte als Team gemacht haben. Zu Beginn war der Projekterfolg nur dem Enthusiasmus der leitenden Lehrerin zu verdanken. Die strukturellen Bedingungen an der Schule (Computer, Stundenpläne, Zeitplan der LehrerInnen, etc.) ermöglichten den fächerübergreifenden Zugang zum Projekt und das Funktionieren der Lehrkräfte als einheitliches Team. Das Team hat sich dank der Erfahrungen des abgeschlossenen Projekts eine solide Basis für das nächste Projekt aufbauen können. 81

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