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eTwinning-Schulteams

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Wie das Zusammenwirken in Schulteams gelingen kann: Die Studie "eTwinning-Schulteams. Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen" gibt einen Überblick über verschiedene Strategien zur Bildung von Schulteams und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Lesen Sie an Beispielen aus der Praxis, wie Lehrkräfte es geschafft haben, Kolleginnen und Kollegen in eTwinning-Aktivitäten einzubeziehen und Teams aufzubauen. Hier über die Seite des PAD bestellen: goo.gl/WCSTWu

SPANIEN Aktivitäten des

SPANIEN Aktivitäten des eTwinning-Teams Die Rollen und Aufgaben wurden nicht im Vorhinein festgelegt sondern während des Projekts defi niert. Es war klar, dass niemand – weder SchülerIn noch LehrerIn – zur Teilnahme am Projekt gezwungen werden sollte. Es sollte sich jeder gerne und freiwillig daran beteiligen. Es wurde zuerst die Grobstruktur des Projekts erklärt, diskutiert und vereinbart aber ein großes Maß an Autonomie beibehalten. Je nach Gruppe wurden alle oder nur einige SchülerInnen miteinbezogen. Die Entscheidung lag in jedem einzelnen Fall bei der Lehrkraft. Obwohl die leitende Lehrerin als Koordinatorin fungierte, wurden einzelne Aufgabengebiete festgelegt. Die Evaluierung des Projekts wurde zum Beispiel von Teammitgliedern und nicht von der Koordinatorin durchgeführt. Die Fortschritte des Projekts wurden im Projekttagebuch festgehalten und jeder fügte abwechselnd neue Nachrichten und Beiträge hinzu. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wurde der britischen Partnerschule die Rolle eines zusätzlichen Teammitglieds angeboten. Das Ergebnis war, dass für bestimmte Aufgaben (z.B. Verwaltung des Projekttagebuchs) alle LehrerInnen als ein einziges Team auftraten, das an zwei unterschiedlichen Schulen arbeitete. Auch bei den SchülerInnen war Ähnliches festzustellen: In einer so großen Schule wie der „Príncipe Felipe” kennen sich viele SchülerInnen nicht. Deshalb wurden viele soziale Aktivitäten organisiert, bei denen sich SchülerInnen unterschiedlicher Gruppen treffen konnten und nicht der Projektgedanke „Spanien trifft Vereinigtes Königreich” im Mittelpunkt stand. Diese Zugangsweise gab für die Spanische Nationale Koordinierungsstelle den Ausschlag, das Projekt mit dem Nationalen Qualitätssiegel auszuzeichnen. Die leitende Lehrerin schätzt, dass die Hälfte der Aktivitäten in der Klasse und die andere Hälfte in der Freizeit entwickelt wurden. Dies war aber keine gleichmäßige Verteilung auf alle beteiligten Gruppen, da es davon abhing, wie viele SchülerInnen in jedem einzelnen Fall beteiligt waren. Immer wenn die gesamte Gruppe teilnahm, wurden die Aktivitäten während der Unterrichtszeit durchgeführt. In anderen Fällen wurden einige Aktivitäten als Hausaufgabe erledigt. Den SchülerInnen standen aber auch in den Pausen unter Aufsicht der LehrerInnen die Computerräume zur Verfügung. Unterstützende Faktoren und Hindernisse an der Schule Eines der größten Hindernisse für die Teamarbeit war, dass es schwierig bis unmöglich war eine gemeinsame Zeit zu fi nden, zu der man sich treffen konnte. Die leitende Lehrerin, das gesamte Team und der Schulleiter waren alle dieser Meinung. Abgesehen von diesen zeitlichen Einschränkungen wurden keine weiteren Probleme erwähnt. Jede Abteilung trifft sich eine Stunde pro Woche. Dies ist aber nicht genug, um verschiedenste schulische Belange und die Projektarbeit im Detail zu diskutieren. Die leitende Lehrerin hält fest, 90 Fallstudien zur Kooperation unter eTwinning-Lehrpersonen eTwinning-Schulteams

SPANIEN dass intensiverer Informationsaustausch die Projektarbeit erleichtert hätte. Das restliche Team ist der gleichen Meinung. Die Teammitglieder stellen auch fest, dass das Schulmanagementteam das Projekt so gut wie möglich unterstützt. Es ist jedoch in seinen Aktionen limitiert, da in Spanien Studienpläne nur sehr bedingt autonom geregelt werden können. Dies wird durch die Größe der Schule noch verschlimmert: Oft waren die LehrerInnen nicht einmal im selben Gebäude und in den kurzen Pausen zwischen den Stunden trafen sie sich nicht im selben Lehrerzimmer. Deshalb trafen sie sich in längeren Pausen und in der Freizeit. Das wichtigste Kommunikationsmittel war jedoch E-Mail. Der Schulleiter bestätigt diese Ausführungen und ist der Meinung, dass er dem Team nicht genug helfen kann. Die vorgeschriebene Anzahl der Stunden pro Woche sowie die Bildungsbehörde machen es schwierig, Stundenpläne so zu organisieren, dass die LehrerInnen Möglichkeiten für Treffen haben. Ohne direkt gefragt zu werden schätzte er es sehr, dass die LehrerInnen auch in ihrer Freizeit am Projekt arbeiteten. Dieser Anerkennung sind sich auch die LehrerInnen bewusst, die sich trotz der schwierigen Zeitplanung als vom Schulmanagementteam unterstützt sehen. Diese Unterstützung ermutigt sie, weitere Schulteams zu gründen und eTwinning-Projekte durchzuführen. Die positive Energie der eTwinning-Projekte hat auch auf andere Projekte der Schule übergegriffen. Ein weiterer unterstützender Faktor an der Schule ist die technische Ausstattung. Wie bereits erwähnt erhielt die Schule spezielle technische Ausstattung als sie zur „Technologisch innovativen Schule” ernannt wurde. Es scheint eine Wechselwirkung zwischen Technologie und eTwinning zu geben: Einerseits motivierte das Vorhandensein der Computer und der Internetverbindungen die LehrerInnen, ein eTwinning-Projekt zu starten. Andererseits erkannten sie durch die Teilnahme an eTwinning, welche Möglichkeiten der Einsatz von Technologie im Unterricht bietet und sie konnten diesbezüglich ihre Unterrichtsfertigkeiten verbessern. Die leitende Lehrerin erzählt, dass es ein schwieriges Jahr war. Sie führte ihr erstes eTwinning-Projekt durch und musste die neu installierte Technik erst kennenlernen. Für sie bedeutete eTwinning aber eher eine Hilfe als zusätzliche Arbeit. Einfluss des eTwinning-Schulteams Neben der oben erwähnten Verbesserung der Unterrichtsfertigkeiten bedeutete die Projektteilnahme für die LehrerInnen auch eine verbesserte Zusammenarbeit als Team. Die vorhandene Möglichkeit, Ideen in unterschiedlichen Kontexten auszutauschen, hat den LehrerInnen geholfen, ihren Horizont zu erweitern und ihre pädagogischen Fertigkeiten zu verbessern. Weitere sieben LehrerInnen haben sich nach dem Projekt auf der eTwinning-Plattform registriert, nehmen jedoch bis jetzt an keinem Projekt teil. Die SchülerInnen waren während des gesamten Projekts hochmotiviert und fragen ihre LehrerInnen ständig, wann sie wieder am Projekt weiterarbeiten dürfen. Dies zeigt, dass eTwinning imstande ist, SchülerInnen nicht nur im Unterricht, sondern auch für soziale Aktivitäten zu motivieren. Am letztjährigen Schulschluss organisierte die Schule einen Tag der offenen Tür, an dem das 91

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