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Innovativer Lateinunterricht mit eTwinning

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Der Unterricht in klassischen Sprachen lässt sich durch die Zusammenarbeit mit Partnerklassen in Europa motivierender gestalten. Das Neue Gymnasium Wilhelmshaven nutzt die eTwinning-Plattform mit ihren vielfältigen Werkzeugen im Lateinunterricht.

4 | | 5 brachte die

4 | | 5 brachte die Lehrerin das Projekt »EUtopia 2015« mit Klassen aus Italien und Griechenland auf den Weg. Schülerinnen und Schüler aus den drei Ländern befassten sich hier im Rahmen der Fächer Philosophie, Altgriechisch und Latein mit der Idealform von Staat und Gesellschaft, wie sie sich große Denker vor mehr als 2000 Jahren vorgestellt hatten. Die Partnerschulen für beide Projekte fand Anke Wischer über das »Partnerforum« von eTwinning. Den Kontakt unter den Lehrkräften seitdem schätzt sie als ebenso sachlich wie freundschaftlich. Einmal in der Woche tauschen sie sich über die europäischen Projekte und die weitere Planung miteinander aus. Bei Konferenzen via Chat oder Skype wird ein Unterrichtsplan auch einmal revidiert. Weniger Text, mehr Interaktion Projektarbeit mit eTwinning, sagt Anke Wischer, sei so zum festen Bestandteil des normalen Lateinunterrichts geworden. In manchen Phasen stehen dabei auch medienkritische Gesichtspunkte im Vordergrund. »Wir leben in einer Zeit, in der zu vielen Lehrbuchtexten und fast allen klassischen Autoren Übersetzungen im Internet zugänglich sind und dazu verlocken, Ergebnisse zu übernehmen.« Daher sei es wichtig, den Schwerpunkt der Auseinandersetzung mit antiken Texten zu verlagern und den Blick stärker auf den Prozess des Lernens zu richten. Der Erklärung, warum zum Beispiel ein Satz im Passiv und nicht im Aktiv formuliert wurde, könnten Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse leichter folgen, wenn sie sich vorstellten, die entsprechende Handlung als Filmsequenz oder Teil eines Fotoromans zu inszenieren, für den es vorab zahlreiche Fragen zu klären gelte: »Aus wessen Perspektive wird die Kamera geführt? Auf wen richtet sich das Objektiv? Und warum sollte man das Ganze nicht gleich praktisch ausprobieren?« Dank digitaler Formate sei das schnell gemacht und noch in derselben Unterrichtsstunde über das Smartboard ausgewertet, so die Lehrerin für Alte Sprachen. Im Unterschied zum klassischen Lateinunterricht orientieren sich die eTwinning- Projektpartner zudem weniger am Lehrbuch und stärker an selbst entwickelten Werkstücken: »Ein Quiz, das wir für die eigene sechste Klasse vorbereiten, könnten wir doch auch online den französischen und englischen Partnern zur Verfügung stellen«, erläutert Anke Wischer den Lernprozess. Wer ein Quiz in den TwinSpace stellt, darf wiederum gespannt darauf warten, was die europäische Partnerklasse vorbereiten wird. Kreative Arbeitsformen als Plus zu traditioneller Textarbeit Die Zehntklässler lernen bei »EUtopia« Platons Philosophie auf der Grundlage von Präsentationen der griechischen Partnerschüler/-innen kennen. Sie vergleichen die Präsentation mit dem, was sie selbst im Lateinunterricht zu Cicero und Thomas Morus erarbeitet haben. Dann stellen sie Fragen an die Partnerklassen und verarbeiten die Erkenntnisse in Form von Artikeln für das digitale Magazin »New- TopianTimes«. Max, zehnte Klasse, erinnert sich: »Wir wurden im Lateinunterricht mit einem Thema konfrontiert, mit dem wir uns normalerweise so nicht beschäftigt hätten. Wir hätten Cicero oder Thomas Morus lediglich übersetzt. Aber im Projekt haben wir uns gemeinsam mit anderen mit dem Inhalt auseinandergesetzt – mit Utopie.« Nicht jede Schülerin und jeder Schüler sind Anke Wischer zufolge an der Produktion aller Werkstücke beteiligt. Oft können die Schülerinnen und Schüler wählen, ob sie einen Lehrbuchtext übersetzen oder zum Beispiel einen Text der Partnerklasse als Comic, Fotosequenz oder Theaterstück inszenieren wollen. Rund drei Viertel der Schülerinnen und Schüler jeder Lateingruppe entscheiden sich für die Projektarbeit, die anderen fürs traditionelle Übersetzen und Interpretieren. »Gut war, dass wir uns aussuchen konnten, was wir machen wollten: Die einen durften Theater spielen, die anderen einen Comic zeichnen«, meint Fenja aus der sechsten Klasse. Auch das gehörte zum Projekt: Die Inszenierung für einen Fotoroman. Ausgezeichnet Die eTwinning-Projekte »Ab Europa condita« und «EUtopia« wurden im Herbst 2015 mit dem Nationalen und Europäischen Qualitätssiegel ausgezeichnet. Besonders gelungen war aus Sicht der Jury bei »Ab Europa condita« die kollaborative Arbeit an Kurzgeschichten, die von einer Nation geschrieben und von der anderen illustriert oder in ein anderes Medium übersetzt wurden. Beide Projekte zeigten, dass Latein keine »tote Sprache« ist. Mit motivierenden Aufgaben lässt sich Interesse am Erwerb dieser Fremdsprache wecken, die die sprachliche und kulturelle Basis Europas ist.

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