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Jahresbericht 2015: Unterwegs in die Zukunft

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Der Jahresbericht 2015 bietet auf 24 Seiten einen guten Überblick über die Programme des PAD. Ergänzt wird er von einem Beihefter "Austausch in Zahlen" zur Statistik des internationalen Austauschs im Schulbereich. Der Jahresbericht informiert auch über neue Impulse der Länder für den deutsch-israelischen Austausch im Schulbereich und über die Initiativen der Kultusministerkonferenz, das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ für Schulen in Deutschland attraktiver zu gestalten. Ein weiterer Beitrag gibt einen Überblick über Aktivitäten des PAD zum Jahresschwerpunkt "Die internationale Dimension in der Lehrerbildung".

12 | PAD

12 | PAD Jahresbericht 2015 50 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland – Israel Über das Herz in den Verstand 2015 war das Jubiläumsjahr, in dem Deutschland und Israel an das 50-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern erinnerten. Seit 1965 hat sich besonders auch in Bildung, Wissenschaft und Kultur ein lebendiger und vertrauensvoller Austausch entwickelt. Die Erinnerung an die Shoah bleibt dabei unverzichtbare Säule für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft. Der PAD nahm das Jubiläum gemeinsam mit den Ländern zum Anlass, dem Schüler- und Lehreraustausch neue Impulse zu geben. Johannes-Rau-Stipendienprogramm Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Lernen: 20 Johannes-Rau-Stipendiaten aus Israel absolvierten während ihres Deutschlandbesuchs vom 27. September bis 9. Oktober ein abwechslungsreiches Programm. Nach ihrem Aufenthalt in Gastfamilien in verschiedenen Städten in Deutschland nahmen die 16- bis 18-jährigen Schüler-/innen zum Abschluss gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern an einem Seminar in Berlin teil. Begleitet wurden sie dabei erstmals auch von einem Alumnus aus Israel, der 2006 an dem Programm teilgenommen hatte. Ziel des Programms ist es, jungen Israelis ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln und persönliche Kontakte zu Schülerinnen und Schülern in Deutschland zu fördern. Auf dem Seminarprogramm in Berlin standen Gespräche mit Zeitzeugen im Mauermuseum am »Checkpoint Charlie« und im Jüdischen Museum. Diese vermittelten den Jugendlichen ein authentisches Bild von der deutschen Geschichte. Außerdem konnten sie unter kundiger Führung Einblicke in die Street-Art-Szene der Hauptstadt gewinnen. Die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen stand im Mittelpunkt der Gespräche mit Vertretern des Auswärtigen Amtes und des Bundespräsidialamtes. Das Programm geht auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau zurück. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte er betont, wie wichtig es sei, »dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennenlernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen«. Finanzielle Mittel für die Stipendien stellt das Auswärtige Amt bereit. »Scientists are crazy people« Kniffelige Fragestellungen bringen sie nicht aus dem Konzept. Im Mathematik-, Physik- oder Chemieunterricht haben sie vor komplexen Fragestellungen nicht kapituliert. Als junge Forscher/-innen wurden sie in Wettbewerben für ihren Erfindungsreichtum ausgezeichnet: 22 Schüler/-innen aus Deutschland, die in mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern durch ihre Leistungen hervorgetreten waren, konnten eine besondere Erfahrung machen. Unter dem Motto »Minds on MINT« nahmen sie vom 26. September bis 4. Oktober an einem deutschisraelischen Wissenschaftscamp in Rehovot nahe Tel Aviv teil. In den Laboren des dortigen Weizmann- Instituts forschten und experimentierten sie in Workshops gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Israel: Kann ich den Blitz hören? Wie fotografiere ich einen platzenden Ballon? Mein Trommelfell – ein Lautsprecher? In den Hörsälen hatten sie Gelegenheit, an wissenschaftlichen Vorlesungen in englischer Sprache teilzunehmen. Experten des renommierten Instituts referierten über Themen unter anderem aus dem Bereich Wissenschaftsjournalismus, Gentechnologie, Hirn- und Verhaltensforschung. Auch ethische Frage, mit denen Wissenschaftler/-innen sich auseinandersetzen müssen, wurden aufgegriffen. In einer Veranstaltung mit einer Vertreterin der Deutschen Botschaft und einem israelischen Journalisten diskutierte die deutsch-israelische Schülergruppe über die gemeinsamen Perspektiven für eine Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich. Das Programm, das aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert wurde, sei für die ambitionierten Forscher/-innnen »eine einmalige Gelegenheit, internationale Erfahrungen zu sammeln«, erklärte die Präsidentin der >

»We, German and Israeli young people, have lots of things in common, but from my point of view one of the most important things we share is: being young scientists! To sum it up: I think that the Minds on MINT camp was a very special camp, both because of the scientific and the social activities, but also, it is a start of something new: A new set of connections between young scientists from two high-tech countries, which will lead to great scientific and cultural breakthroughs in the future!« Moti Molochny · Schüler aus Israel Foto: KMK/Marcus Gloger

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