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Jahresbericht 2015: Unterwegs in die Zukunft

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Der Jahresbericht 2015 bietet auf 24 Seiten einen guten Überblick über die Programme des PAD. Ergänzt wird er von einem Beihefter "Austausch in Zahlen" zur Statistik des internationalen Austauschs im Schulbereich. Der Jahresbericht informiert auch über neue Impulse der Länder für den deutsch-israelischen Austausch im Schulbereich und über die Initiativen der Kultusministerkonferenz, das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ für Schulen in Deutschland attraktiver zu gestalten. Ein weiterer Beitrag gibt einen Überblick über Aktivitäten des PAD zum Jahresschwerpunkt "Die internationale Dimension in der Lehrerbildung".

Erasmus+

Erasmus+ in Deutschland: Eine konstruktive Zusammenarbeit In Deutschland wird das Programm Erasmus+ von vier Nationalen Agenturen (NA) durchgeführt: die NA im DAAD ist für den Bereich der Hochschule zuständig, die NA beim BIBB für den berufsbildenden Bereich und für die Erwachsenenbildung, die NA Jugend für Europa für den Bereich Jugend und die NA im PAD für den Schulbereich. Alle vier Agenturen sind in der Bildungslandschaft ihres jeweiligen Bereichs fest verwurzelt und stehen in engem Kontakt zu ihren jeweiligen Zielgruppen. Die vier deutschen Nationalen Agenturen arbeiten dabei auf allen Ebenen sehr gut zusammen. Neben regelmäßigen Treffen der vier Direktoren gibt es auch verschiedene thematische Arbeitsgruppen, die regelmäßig tagen. Zudem wird einmal pro Jahr eine Arbeitssitzung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalen Agenturen durchgeführt. 2015 fand diese Veranstaltung in Königswinter statt. Ein weiterer wichtiger Baustein der Kooperation sind gemeinsam organisierte Fachtagungen für Akteure aus allen Bildungsbereichen. Im Herbst 2015 wurden zwei Impulstagungen zur Förderung benachteiligter Zielgruppen und zur Verbesserung ihrer Bildungschancen durchgeführt. Die erste Impulstagung mit rund 150 Bildungsfachleuten fand unter der Federführung des PAD am 14. September 2015 in Leipzig statt. Eröffnet wurde die Tagung von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Staatsministerin Brunhild Kurth (siehe Bild). Diese gemeinsamen Tagungen dienen der Vernetzung der Akteure und tragen so dazu bei, Synergien zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen herzustellen. Eröffnete die Impulstagung im September 2015 in Leipzig: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Staatsministerin Brunhild Kurth.

PAD Jahresbericht 2015 | 9 Erasmus+ Schulbildung Substanzielle Verbesserungen angestrebt Erasmus+ ist das Programm für die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa und läuft bis 2020. Der holprige Start im schulischen Bereich veranlasste die Länder, sich in Brüssel für Korrekturen in der Durchführung einzusetzen. S eit dem Start von Erasmus+ im Jahr 2014 setzt sich der PAD in seiner Funktion als Nationale Agentur für den Schulbereich kontinuierlich dafür ein, das Programm für den Schulbereich attraktiver zu machen. Die dazu erforderlichen Änderungen sind aufgrund der einheitlichen Programmbestimmungen in Europa nicht leicht herbeizuführen, ist doch die EU-Kommission darum bemüht, den einheitlichen Ansatz dieses integrierten Programms für die unterschiedlichen Bildungsbereiche beizubehalten. In enger Kooperation mit dem PAD haben die politischen Akteure und Entscheidungsträger aus Deutschland in Brüssel deshalb wiederholt und mit Nachdruck zu verdeutlichen versucht, dass die Reputation des EU-Programms Schaden nimmt, wenn sich Antragsteller aus dem Schulbereich zukünftig aus dem Programm zurückziehen. So hat sich im Jahr 2015 auch die damalige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Staatsministerin Brunhild Kurth, mehrfach an die EU-Kommission gewandt und darauf hingewiesen, dass der Schulbereich mit seinen Besonderheiten gesehen werden muss, denen der Ansatz »one size fits all« der EU-Kommission in der Praxis nicht gerecht wird. Auch Abgeordnete des Deutschen Bundestags haben sich mit dem Programm Erasmus+ und seiner Durchführung beschäftigt. Außerdem führte der Kulturausschuss des Europäischen Parlaments mehrere Anhörungen durch und forderte die EU-Kommission zu Verbesserungen der Programmadministration auf. Diese Maßnahmen wie auch Interventionen der deutschen Entscheidungsträger bei den zuständigen Stellen der EU-Kommission in Brüssel haben ein größeres Verständnis für die spezifischen Belange des Schulbereichs bewirkt. Ein Ergebnis war unter anderem, dass für die Antragsrunde 2016 bei der Leitkation 2 (siehe dazu die Informationen im Beihefter »Austausch in Zahlen 2015«) nunmehr zwischen reinen »Best-Practice-Projekten« und »Innovationsprojekten« unterschieden wird. Reine Schulpartnerschaften fallen unter die Kategorie der »Best-Practice-Projekte«, von denen in den nächsten Antragsrunden voraussichtlich mehr Anträge gefördert werden können. In seiner Funktion als Nationale Agentur für den Schulbereich wird sich der PAD auch weiterhin für substanzielle Programmverbesserungen für Schulen einsetzen. Veränderungen können allerdings nur in konstruktiver Abstimmung der unterschiedlichen Interessen in Europa herbeigeführt werden. Der Weg dorthin ist deshalb oft länger als erhofft. Der PAD steht in diesem Prozess eng an der Seite der Schulen, die zurecht betonen, dass der europäische Einigungsprozess nur dann dauerhaft überzeugend gelingen kann, wenn europäische Kontakte bereits in der Schulzeit der heranwachsenden Europäerinnen und Europäer möglich sind – und die europäische Bildungskooperation gelebt werden kann. Foto: Franz Brueck

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