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PAD Jahresbericht 2020/2021

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Der Jahresbericht des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) für die Jahre 2020/2021. Der internationale Austausch im Schulbereich steht in Zeiten von COVID-19 vor erheblichen Herausforderungen. Das zeigt auch der PAD Jahresbericht 2020/21. Allerdings gibt es auch Hofffnungsschimmer: Das EU-Programm Erasmus+ ist 2021 mit mehr Budget in die nächste Runde gestartet, digitale Formate für internationalen Schulaustausch wurden entwickelt und es zeigt sich, dass Schulen und Lehrkräfte nach wie vor großes Interesse an Austausch haben. Der Jahresbericht kann kostenlos bestellt oder online gelesen werden.

10 keineswegs immer

10 keineswegs immer einhelligen und übereinstimmenden – Perspektiven der unterschiedlichen Bildungssektoren sowie der zahlreichen Nationalen Agenturen unter einen Hut gebracht werden konnten. Auch wenn die Programmverordnung erst im Frühjahr 2021 beschlossen werden konnte, startete das Programm mit einer finanziellen Ausstattung von über 26 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren planmäßig zum 1. Januar. Angesichts stark eingeschränkter Mobilitätsoptionen in Zeiten der Coronapandemie mag ein solcher Programmstart alles andere als optimistisch wirken. Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass der Wille von Schulen zur europäischen Bildungskooperation ungebrochen ist. Erwähnenswert ist, dass im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 die Grenzen in Europa geschlossen wurden, während sich die EU-Kommission mit den Nationalen Agenturen und Mitgliedstaaten darauf verständigte, dass Erasmus+ nicht pausiert oder gar vorübergehend eingestellt wird. Die europäische Kooperation im Bildungsbereich ist zwar immer noch nur eingeschränkt möglich, digitale Kooperationsformen aber haben in Corona-Zeiten neue Perspektiven ermöglicht. Auch wenn die meisten Projekte in den vergangenen Monaten Projektverlängerungen beantragt haben und darauf hoffen, ausgefallene Projekttreffen nachholen zu können, wurde die Arbeit eines Großteils der geförderten Projekte auf digitalen Kanälen, oft unter Nutzung von eTwinning, der digitalen Plattform für Schulen im Rahmen von Erasmus+, fortgeführt. Akkreditierung und Mobilität zu Lernzwecken Auch die Vorbereitung auf die neue Programmgeneration ab 2021 lief unter Corona-Bedingungen unerwartet gut. Für die im Schulbereich neu eingeführte Akkreditierung von Einrichtungen für das Nachfolgeprogramm, die in einer Art Mitgliedschaft für die gesamte Programmlaufzeit mündet, wurden über 440 Anträge gestellt. Damit hatte in der Nationalen Agentur niemand gerechnet. Insofern zeigt sich, dass Erasmus+ trotz Corona erfolgreich läuft und die neue Programmgeneration gut angelaufen ist. Es lässt sich zurecht behaupten: Erasmus+ trotzt der Pandemie. Die neue Programmgeneration mit den horizontalen Prioritäten Inklusion, Digitalisierung, umweltfreundlicher Zugang und Partizipation soll verstärkt neue Schulen für Erasmus+ begeistern. Und so viel steht heute schon fest: Vereinfachte Durchführungsbestimmungen und ein neuer Fokus auf Mobilität zu Lernzwecken von Lehrkräften im Rahmen von Fortbildungen oder Gruppen- und Einzelmobilität von Schülerinnen und Schülern werden die Attraktivität der europäischen Bildungskooperation deutlich erhöhen. Medien kompetent nutzen Medienkompetenz ist so wichtig wie Mathematik oder Biologie. Umso mehr kommt Schule und Unterricht der Auftrag zu, Kindern und Jugendlichen einen Kompass an die Hand geben, mit dem sie sich in einer zunehmend digitalen Welt orientieren können. Dieses Ziel verfolgt auch der »Medienkompass« des Landes Rheinland-Pfalz, der 2020 weiterentwickelt und im Sommer durch Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig vorgestellt wurde. Besonders erfreulich: Als neuer Partner der Initiative ist eTwinning mit im Boot. Die Nationale Koordinierungsstelle im PAD hat sich dabei vorgenommen, das Angebot europäischer Fortbildungen für Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz zu erweitern. Weitere Informationen medienkompass.bildung-rp.de

jahresbericht 2020/21 eTwinning Den digitalen Austausch unterstützen In Zeiten der Pandemie bewähren sich Onlineangebote für das Lehren und Lernen. Das zeigt auch das Beispiel von eTwinning. Auszeichnung auf Distanz Auch Preisverleihungen, die üblicherweise in einem feierlichen Rahmen stattfinden, sind seit dem Frühjahr 2020 nur online möglich. Für den Deutschen eTwinning-Preis waren deshalb neue Wege für eine stimmungsvolle Zeremonie gefragt, nachdem die Bildungsmesse DIDACTA als bewährter Ort der Veranstaltung abgesagt worden war. Im Juni lud das Team der Nationalen eTwinning-Koordinierungsstelle daher die nominierten Schulen der drei Altersgruppen zu Videokonferenzen ein, bei denen die Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte ihre endgültige Platzierung erfuhren. Informationen zur Preisverleihung www.kmk-pad.org/dep2019 ie Plattform von eTwinning, ein kostenfreies Angebot für Schulen in Europa im Rahmen des Programms Erasmus+, bietet gute Voraussetzungen für sicheres Onlinelernen und digitalen Austausch zwischen Schulen. Die Einschränkungen infolge der Covid-19-Pandemie erfordern seit dem Frühjahr 2020 fast überall und immer wieder neue Formen des Unterrichtens und der Zusammenarbeit. Für das Lernen von zu Hause sind Materialien und Anregungen gefragt. Um Pädagoginnen und Pädagogen bei der Gestaltung ihres Unterrichts auf Distanz zu unterstützen, hat die Nationale eTwinning-Koordinierungsstelle deshalb eine Sammlung von Ideen und Beispielen aus der Praxis auf einer Website zusammengestellt. In dieser »Werkstatt für den Unterricht@home« geben erfahrene Lehrkräfte Einblicke, wie sie die Zeit des Fernunterrichts mithilfe von Onlinelernangeboten gemeistert haben. Ergänzend finden sich Hilfen und Werkzeuge, um Lernaktivitäten zu planen und durchzuführen. Um beispielsweise Schülerinnen und Schüler zwischendurch zu motivieren und um ein Meinungsbild einzuholen, lässt sich ein kollektives Brainstorming durchführen oder ein Umfragetool nutzen. Fortbildungen und Veranstaltungen digital Infolge der Coronapandemie passte die eTwinning- Koordinierungsstelle zudem ihr Fortbildungsangebot für Lehrkräfte in Deutschland an die Situation an. Zahlreiche Onlineseminare rund um das Unterrichten mit digitalen Medien fanden und finden regen Zuspruch. Eine regelmäßige Onlinesprechstunde gibt Lehrkräften Hilfestellung beim Erkunden der eTwinning-Plattform und geht auf individuelle Fragen ein. Natürlich ist auch die europäische eTwinning-Konferenz, die jedes Jahr im Herbst stattfindet, von der Umstellung betroffen. Mit rund 600 Teilnehmenden aus ganz Europa fand sie erstmals vollständig als Onlineveranstaltung statt. In einem Workshop tauschte sich beispielsweise die Lehrerin aus Estland mit dem Pädagogen aus Portugal aus, um in der nachfolgenden Veranstaltung vielleicht eine Kindergärtnerin aus Slowenien und einen Sekundarschullehrer aus Belgien kennenzulernen. Statt wie sonst bei den Kaffeepausen in der Hotellobby plauderten die Teilnehmenden in virtuellen Räumen, die zu kreativen Spielen einluden. Auch so wurden Begegnungen möglich. Ein positiver Nebeneffekt der Onlinekonferenz war sicherlich, dass Flugreisen unnötig waren – was könnte besser zum Jahresthema »Klimawandel und nachhaltige Entwicklung« passen? 11 Informationen zur Ideenwerkstatt twinspace.etwinning.net /112511/pages/page/925619 Informationen zur Konferenz www.etwinning.net/de/pub/newsroom/ highlights/annual-conference-2020--class.htm

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