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PAD Jahresbericht 2020/2021

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Der Jahresbericht des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) für die Jahre 2020/2021. Der internationale Austausch im Schulbereich steht in Zeiten von COVID-19 vor erheblichen Herausforderungen. Das zeigt auch der PAD Jahresbericht 2020/21. Allerdings gibt es auch Hofffnungsschimmer: Das EU-Programm Erasmus+ ist 2021 mit mehr Budget in die nächste Runde gestartet, digitale Formate für internationalen Schulaustausch wurden entwickelt und es zeigt sich, dass Schulen und Lehrkräfte nach wie vor großes Interesse an Austausch haben. Der Jahresbericht kann kostenlos bestellt oder online gelesen werden.

 Editorial Austausch

 Editorial Austausch trotz(t) Corona Anders denken, neu entwickeln Internationales Preisträgerprogramm Im digitalen Tandem gegen Covid-Langeweile Kooperationspartner des PAD »Die Neugier und Gastfreundschaft sind überwältigend« Johannes-Rau-Stipendiaten »Es ging nicht um mich als Person« Erasmus+ Schulbildung Ungebrochenes Interesse Fremdsprachenassistenzprogramm »Eigene Fremdheitserfahrungen schärfen den Blick« eTwinning Den digitalen Austausch unterstützen Unser Leitbild Der Pädagogische Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz Inklusion im Schüleraustausch »Move on« Service und Finanzen Unser Informations- und Serviceangebot Virtueller Austausch Mit 360 Grad die Welt entdecken Referate im PAD Ansprechpartnerinnen und -partner im Überblick

jahresbericht 2020/21 Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, ie geflügelten Sätze der vielen Videokonferenzen sind uns allen geläufig: »Dein Mikro ist stumm« – »Bitte die Hand heben« – »Kann man mich hören?« Auch ich habe das im vergangenen Jahr mehr als einmal gesagt oder gefragt. Und dass es in unserer digitalen Kommunikation heute noch gelegentlich wackelt, will ich nicht abstreiten. Ähnliche Erfahrungen haben seit März 2020 auch viele Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern machen müssen, die sich auf Austausch und Begegnung mit ihren Partnerschulen in Europa oder weltweit gefreut hatten. Die Arbeitstreffen in Polen und Portugal zum Erasmus+ Projektthema »Erneuerbare Energien« – kurzfristig abgesagt. Der im Schulkalender fest eingeplante Besuch der Highschool in Minneapolis, wie ihn das German American Partnership Program Generationen von Schülerinnen und Schülern ermöglicht hat – ausgefallen. Stattdessen schrumpften Klassenzimmer über Tage und Wochen hinweg auf winzige Quadrate in Galerieansicht am Bildschirm. Um die Brücken zu den Partnerschulen nicht vollständig abzubrechen, begegneten sich Schülerinnen und Schüler zumeist auf digitalen Plattformen. Mir ist bewusst, dass die Wiederaufnahme und Fortführung eines Austauschs künftig einer sorgfältigen Abwägung bedarf. Jede Rückkehr zum schulischen Regelbetrieb muss zunächst sicherstellen, versäumten Unterricht nachzuholen, um das Recht auf Bildung für alle Schülerinnen und Schüler zu sichern. Jenseits aller Diskussionen über pädagogische Konzepte für Bildung in der digitalen Welt und die technische Ausstattung unserer Klassenzimmer, die durch die Corona-Pandemie einen Schub erfahren haben, sollten wir allerdings nicht vergessen: Schulen sind immer auch ein Ort gesellschaftlicher Teilhabe, an dem die Regeln des demokratischen Miteinanders eingeübt und die Werte unserer offenen Gesellschaft vermittelt werden. An Möglichkeiten dazu, zu denen ausdrücklich auch der Austausch zählt, hat es in den vergangenen Monaten allzu oft gefehlt. Umso wichtiger ist es mir, Schulen auch in Zukunft für den Austausch zu begeistern. Die Instrumente dazu sind vorhanden – anfangs verstärkt als hybrides Format, später sicher auch wieder in echter Begegnung. Im Dezember vergangenen Jahres, mitten im Lockdown, einigten sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und das Europäische Parlament über die finanzielle Ausstattung des Erasmus+ Programms ab 2021. Die vereinfachten Modalitäten und der deutliche Aufwuchs an Mitteln, für den sich die Kultusministerkonferenz stets eingesetzt hat, sind ein starkes Signal für die Schulen. Mit seinen Schwerpunkten – Inklusion, digitaler Wandel und mehr Nachhaltigkeit in der Mobilität – greift Erasmus+ zudem die zentralen Zukunftsthemen auf. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pädagogischen Austauschdienstes betrachten sich dabei als Anwalt der Schulen, denen sie unkomplizierte Wege in die Welt des Austauschs öffnen wollen. Damit dies gelingt, ist der Pädagogische Austauschdienst allerdings auch auf ein Netzwerk zuverlässiger Partner und Förderer im In- und Ausland angewiesen. Dazu zählen neben der EU-Kommission und dem Auswärtigen Amt langjährige Kooperationspartner wie die Fulbright-Kommission, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Stiftung Mercator, die Deutsche Telekom Stiftung und die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ihrem Engagement und dem Vertrauen in unsere Arbeit gilt in diesen Zeiten mein besonderer Dank. Ministerin Britta Ernst Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2021 3

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