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"Say no to plastic pollution"

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Ein eTwinning-Projekt zur Förderung des Umweltbewusstseins.

4 | Alufolie,

4 | Alufolie, Konservendosen, Eierkartons, Holzstäbe und Kaffeepads. Kurz vor den Osterferien buddelten sie den Boden wieder auf und waren überrascht, wie unterschiedlich sich die Materialien zersetzt hatten. Und sie lernten, wie aus Müll schöne und praktische Dinge entstehen können. Aus den Böden von Plastikflaschen bastelten die Kinder Weihnachtssterne und erfreuten hungrige Vögel mit Futterglocken aus leeren Joghurtbechern. Upcycling-Ideen, die voll im Trend liegen, und mit denen sie auch ihre Familien inspirierten. Inspiration durch eTwinning Ein entscheidender Impuls für das Plastikprojekt ging von der University of North Carolina in den USA aus, mit der der eTwinning-Partner aus Großbritannien kooperierte. Das engagierte europäische Team erarbeitete dann Ideen, wie man das Thema kindgerecht und spannend aufbereitet. »Vom ersten Brainstorming bis zum erfolgreichen Abschluss haben wir uns bestens ergänzt«, sagt Barbara Klaaßen. Davon zeugt der rege Austausch der Lehrkräfte im TwinSpace. In dem geschützten Bereich des eTwinning-Portals stellten sie selbst produzierte Videos ein, berichteten über ihre Erfahrungen mit einer Mikroplastik-App und inspirierten die Partner zu gemeinsamen Aktionen. So beschlossen alle teilnehmenden Schulen, künftig weniger zu laminieren. Auch die Schülerinnen und Schüler tauschten sich auf der eTwinning-Plattform aus. Hier diskutierten sie in Foren, entwarfen mehrsprachige Fragebögen zum Plastikkonsum und tauschten Anregungen aus, die jeder aufgreifen kann. »Versucht es doch mal mit Stoffbeuteln«, war ein Tipp der Moerser Schüler, den ihre britischen Mitstreiter begeistert aufgriffen. Englisch als gemeinsame Projektsprache, das räumt Barbara Klaaßen ein, war für die Viertklässler allerdings eine große Herausforderung. Die entscheidende Vokabel aber klingt in den Sprachen aller vier eTwinning-Partner gleich: Plastik, plastic, plastique und plastyk. Dass weniger davon der Umwelt viel bringt, das haben die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Polen dank »SNOPP« noch besser verstanden. Die gesamte Projektdurchführung hat auch die Jury des Europäischen eTwinning-Preises überzeugt, sodass das Projekt in der Kategorie »Bürgerschaftspreis« ausgezeichnet wurde. Dieser Preis wird von den Koordinierungsstellen Deutschlands und Frankreichs gemeinsam gestiftet.

| 5 Nachgefragt »Rege Diskussionen« Barbara Klaaßen unterrichtet an der St. Marien-Schule Moers und hat seit 2009 zahlreiche Projekte mit eTwinning durchgeführt. Wie hat das Teamteaching mit Ihrem Kollegen funktioniert? Mein Kollege Hendrik Schmidt hat als eTwinning-Neuling frische Ideen eingebracht, die ich dank meiner langjährigen Projekterfahrung unterfüttern konnte. Erfolgreich war die Zusammenarbeit auch deshalb, weil wir die Klasse aufgeteilt haben. Durch die konzentrierte Arbeit in zwei Gruppen konnten wir einige Kinder an herausfordernde Aufgaben heranführen, wie die Auswertung einer Umfrage mittels Excel. Wie profitieren Schülerinnen und Schüler generell von der europäischen Projektarbeit? Sie erweitern ihren Horizont. In unserer Schule haben wir Kinder mit Wurzeln in mehr als 15 Nationen. Die Projektarbeit ermöglicht ihnen, ihre persönliche Identität zu finden und auszudrücken. Gleichzeitig erkennen sie gemeinsame Interessen und Ideen und erfahren mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes. Diese Erweiterung der interkulturellen Kompetenz gelingt durch eTwinning hervorragend und nachhaltig. Sie haben auch die Familien der Kinder eingebunden. Wie waren Ihre Erfahrungen? Zu Beginn befragten die Schülerinnen und Schüler aller Partner ihr privates Umfeld nach deren Einstellung zu Plastik und Umwelt. Schon dieser Fragebogen führte in den Familien zu regen Diskussionen. Im Laufe des Projekts trugen die Kinder Erfahrungen aus der Schule nach Hause und umgekehrt. Ein Kind brachte beispielsweise die Idee einer Mikroplastik-App ein. Im Rahmen der Evaluation beobachteten wir erfreut Einstellungsänderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und in deren privatem Umfeld.

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