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Schaffung einer Inklusionskultur durch eTwinning

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In dieser Publikation wird eine Auswahl an eTwinning-Projekten und -Aktivitäten vorgestellt, die inklusive Bildung und in der Europäischen Gemeinschaft geteilte Werte fördern. Sie zeigt wie eTwinning und alle Lehrkräfte und Schüler, die auf dieser Plattform aktiv sind, dazu beitragen, die Bildungsherausforderungen der heutigen Zeit zu meistern und auf die kreativste und vielfältigste Art und Weise darauf zu reagieren. Die Beispiele handeln von den verschiedensten Bildungshürden: von der Situation der Schulen in abgelegenen Gebieten und ihren Möglichkeiten, sich über eTwinning mit der Welt zu verbinden, von der kulturellen Vielfalt und von den Herausforderungen durch Migration und Lernschwierigkeiten.

von Projekten möglich

von Projekten möglich macht. Die Schüler können ihre Wissensbasis in dieser internationalen Community erweitern, die ihnen nützliche Kompetenzen vermittelt. Mit jeder Handlung, jedem Erfolg und jedem Wettbewerb steigen ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl. Schüler, die sonst häufig scheitern, erleben sich durch ihre Erfahrungen bei eTwinning-Projekten als wertvolle Individuen. Diese bahnbrechende Kinder, die bisher eher abgelehnt und nicht beachtet wurden, werden plötzlich zum Stolz der Schule und weisen stolz auf ihr Abschneiden und ihre eTwinning-Urkunde hin. Insgesamt kann man sagen, dass die Teilnahme am eTwinning- Programm das Potenzial hat, die sonderpädagogische Entwicklung zu revolutionieren. Eine freundliche, hilfsbereite, verständnisvolle, fröhliche Gemeinschaft ist ein Heilmittel für Kinder mit besonderem Förderbedarf, die mit komplexen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Irma Szeverenyi Ujhelyine (Sonderschullehrerin) Schule: Zuglói Benedek Elek Gyógypedagógiai Módszertani Intézmény, Ungarn Ich freue mich, ein Teil von eTwinning zu sein, weil es interessant und spannend ist. Ich habe es geschafft, mit vielen Computerprogrammen und -anwendungen zu arbeiten. Und ich durfte sogar eine Rolle in einer Aufführung übernehmen! Meine Lehrer und meine Klassenkameraden waren stolz auf mich. Balázs (Alter: 13) Es ist für unsere Schule eine große Hilfe, dass Schüler mit besonderem Förderbedarf an eTwinning-Projekten teilnahmen. In einem Projekt auf internationaler Ebene können sie sich informell und spielerisch weiterentwickeln, was sich positiv auf ihre Lernprozesse auswirkt. Mónika Czető (stellvertretende Direktorin) 4.3. Eine Gemeinschaft für inklusive Bildung Viele leistungsstarke Projekte wurden bisher in diesem Buch beschrieben, und laut den Angaben von Schülern halfen ihnen die eTwinning-Projekte dabei, sich als Teil ihrer Klasse zu fühlen, ihre Talente zu zeigen und mit Schülern aus anderen Ländern zusammenzuarbeiten. Ihre Lehrkräfte haben es durch ihre Projektarbeit geschafft, alle Lernenden zu unterstützen und ihnen Wertschätzung zu vermitteln. Die Lehrkräfte selbst benötigen jedoch auch eine spezifische Art der Unterstützung, um ihren Schülern mehr bieten zu können. Die Lehrkräfte brauchen neue Ideen, die sie in ihrem Unterricht umsetzen können, müssen ihre Arbeit aber auch Kollegen präsentieren. eTwinning ermöglicht ihnen genau das: Sie können sich den eTwinning-Gruppen anschließen, das sind private Online-Communities für eTwinner zur Besprechung und gemeinsamen Bearbeitung von verschiedenen Themen. 44 Umgang mit bildungsbezogenen Herausforderungen

Eine der Gruppen befasst sich mit „Inklusiver Bildung“ und wird von einer kroatischen Englischlehrerin, Marijana Smolčec, geleitet. Der Schwerpunkt liegt auf inklusivem Unterricht, es geht aber auch um Inklusion im Allgemeinen. Die Gruppe hat über 2700 Mitglieder. Die Gruppe richtet sich an alle Pädagogen, die Bildungskompetenzen verbessern und ihre Fähigkeiten beim Unterrichten von Schülern mit Lernschwächen oder besonderem Förderbedarf, aber auch von hochbegabten bzw. talentierten Schülern optimieren möchten. Es handelt sich um eine unterstützende Gruppe, in der Lehrkräfte Erfahrungen, Material und Aktivitäten weitergeben und an Live-Veranstaltungen für verschiedene Schülertypen teilnehmen können. Seit 2015 fanden 10 Expertengespräche mit Gastrednern aus den USA, Israel, Kroatien, Brasilien, Kanada und Irland statt. Die Gruppe organisiert auch jährliche und monatliche Online-Aktivitäten, bei denen Lehrkräfte ihre bevorzugten Web-Tools oder Projekte vorstellen, die in ihrem Unterricht gut funktionierten. Es werden auch Twitter-Chats zu verschiedenen Themen angeboten, von Inklusion bis hin zu kultureller Vielfalt. Alle Live-Veranstaltungen, Gruppenaktivitäten, Twitter-Chats, Mitgliedermaterialien, Gruppen- E-Books usw. werden in der Gruppe selbst gespeichert und stehen ihren Mitgliedern jederzeit zur Verfügung. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, ihre Meinung zu verschiedenen Themen zu äußern und bewährte Praxisbeispiele zu teilen. In einem der Twitter-Chats stimmten alle darin überein, dass „die Schüler Fähigkeiten für das reale Leben brauchen und sie gleichberechtigt angesprochen werden sollten, weil sie auf ihre eigene Weise kreativ und talentiert sein können. Die Aufgabe der Lehrkräfte ist es, ihnen zu helfen“. Experten veröffentlichten ihre Ansichten über Inklusion, z. B. Donal O' Reilly, stellvertretender Direktor des Killorglin Community College und eTwinning-Botschafter in Irland, der in seinem Expertenvortrag „Inclusive and Accessible Classroom“ (Das inklusive und zugängliche Klassenzimmer) erklärte: „Der Weg zur Veränderung besteht darin, Veränderungen gutzuheißen, proaktiv und aufgeschlossen zu sein, nachzudenken und zu verändern, was unter der eigenen Kontrolle ist.“ Er fragte die Teilnehmer, wer das größte Potenzial zur Schaffung des integrativen und zugänglichen Klassenzimmers habe, und die meisten von ihnen antworteten, dass Lehrkräfte das Potenzial haben, wenn sie es wirklich wollen und ihrer Arbeit mit Leidenschaft nachgehen. Herr O‘ Reilly sagte, dass „in eTwinning alle gleich sind, alle Schüler sind hier gleichberechtigt. eTwinning vermittelt das Gefühl, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein, unabhängig davon, wer man ist und welchen Hintergrund man hat – es ist der Einstieg in das inklusive Klassenzimmer.“ 45

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