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Strategische Schulpartnerschaft zum Thema Migration und Integration

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Im Projekt PRIME der Kaufmännischen Schule Göppingen (Baden-Württemberg) mit vier europäischen Partnerschulen haben nationale und internationale Arbeitsgruppen unter der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften sowie assoziierten Partnern die Motive für Migration untersucht und dabei Herausforderungen für eine gelingende Integration analysiert und Lösungsansätze in den einzelnen Regionen verglichen.

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4 | | 5 »Unsere Schülerinnen und Schüler sind sehr offen gegenüber Migration, sehr differenziert und wenig vorurteilsbelastet.« Die Fragebögen wurden bei den Projekttreffen erfasst und ausgewertet. Forschen statt Bange machen Gleichzeitig steigen auch die Anforderungen an junge Berufstätige zur Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Thomas Liski ist deshalb überzeugt davon, dass der direkte Kontakt mit Menschen im Ausland notwendig ist, um Vorurteile zu überwinden und Migration zu erleichtern. »Oft werden europäische Länder wie Griechenland in den Medien negativ dargestellt«, sagt Thomas Liski. Es würden vor allem die Gefahren einer fehlgeschlagenen Integration beschwört. Das wiederum schüre Ängste und Vorurteile. Vor Ort dagegen ergebe sich ein differenzierteres Bild. Im Projekt PRIME untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Gründe für Migration innerhalb Europas. Außerdem analysierten sie die Folgen dieser Bewegungen sowohl für Länder, aus denen die Menschen auswandern, als auch für Länder, in die sie einwandern. Viele der Jugendlichen konnten dabei an eigene Erlebnisse anknüpfen. In nationalen und internationalen Arbeitsgruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler nämlich auch mit ihren eigenen Migrationserfahrungen auseinander. Ausgewogen fallen ihre Untersuchungen aus, wenn es um die Auswirkungen von Migration auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur geht: Neue kulturelle Codes kennenlernen oder ungewohnte Trends in Musik und Kunst schaffen, das nehmen die an PRIME beteiligten Jugendlichen als positive Folgen von Migration wahr. Bewährte Traditionen und Sitten vergessen, Verwandte und Freunde aus den Augen verlieren oder Kenntnisse der Muttersprache einbüßen sehen sie allerdings kritisch. Gerade diese Bereitschaft zur Reflexion und zu abwägender Betrachtung ist es, die Markus Lang besonders hervorhebt: »Unsere Schülerinnen und Schüler sind sehr offen gegenüber Migration, sehr differenziert und wenig vorurteilsbelastet.« Göppingen für ausgewogenes Europabild »Wir haben das komplette didaktische Repertoire abgerufen, um die Ergebnisse zu erarbeiten: Literaturrecherche, Fragebogen, Gruppenarbeit und Diskussionsrunden auch mit lokalen Partnern wie den Integrationsbeauftragten des Landkreises und der Stadt Göppingen«, erläutert Markus Lang. Bei den Projekttreffen hätten sich Gruppenarbeit und Diskussionen besonders bewährt. Einzelne Unterrichtsstunden dienten zu ergänzenden Recherchen und Gesprächen mit Experten. Ihre Ergebnisse fassten die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Powerpoint-Präsentationen zusammen, die auf der Projektwebsite abgerufen werden können. Das ausgewogene Bild, das die Jugendlichen darin von Europa zeichnen, war auch der regionalen Presse mehrfach Beiträge über PRIME-Treffen wert. Mit Stellwänden im Schulgebäude wurde zudem Eltern das Thema nahegebracht. »Ein Vater fand es super, dass sein Sohn mit nach Manresa fliegen durfte und sich so ein Bild von dem machen konnte, was das Leben in Spanien tatsächlich ausmacht«, so Markus Lang. Gerade in Spanien zeigte sich, wie konzentriert die Schülerinnen und Schüler im PRIME-Projekt zusammenarbeiteten. Als es Abschied nehmen hieß, wollten die Jugendlichen das erst gar nicht wahrhaben. Sie hatten sich noch über den Tag der Abreise hinaus verabredet, als würde das den Aufenthalt in Spanien gleichsam magisch verlängern. »Beim Abschied war viel Herzblut dabei«, erinnert sich Markus Lang. Weitere Informationen http://lckziu.pl/com2013_wpen

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