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Success Stories

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Erasmus+ macht Schule. 16 Projekte aus dem Schulbereich, die Fördermittel des EU-Programms Erasmus+ erhalten haben und im vergangenen Jahr aufgrund ihrer besonderen Qualität als Erfolgsgeschichte („Success Story“) ausgezeichnet wurden, werden in einer aktuellen Veröffentlichung des PAD vorgestellt.

nachgefragt bei Stephan

nachgefragt bei Stephan Schädtler wie beispielsweise den inzwischen aufgelösten »Hotspot« in Piräus. Hierdurch konnten unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur fundierte Kenntnisse gewinnen, sondern auch echte Empathie entwickeln. Wie hat sich die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema »Migration« während der zweijährigen Projektphase verändert? Neben der Theorie, beispielsweise durch eine Untersuchung der gesetzlichen Situation von Migranten oder durch eine umfangreiche Fragebogenaktion, haben unsere Teilnehmenden viele konkrete Erfahrungen vor Ort gemacht, die sie sehr beeindruckt haben. Sie führten bei allen Treffen Gespräche mit Geflüchteten und besuchten auch Flüchtlingseinrichtungen, Wie wichtig war der persönliche Austausch mit den europäischen Partnern? Jedes Erasmus+ Projekt lebt vom intensiven Austausch zwischen seinen Teilnehmern, und das gilt für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gleichermaßen. Mein Erasmus+ Kollege Stefan Mohr und ich haben hierbei ganz bewusst auf »personelle Kontinuität« gesetzt: So war von jeder Schule mindestens eine Lehrkraft bei jedem unserer Projekttreffen dabei. Und schon nach kurzer Zeit haben wir uns als Team erlebt, in dem sich jeder auf den anderen verlassen konnte. Neben all der Arbeit kam dabei auch der persönliche Austausch nicht zu kurz, sodass sich jedes Meeting wie ein Familientreffen anfühlte. Entsprechend dauerhaft sind die Bindungen, die wir früher COMENIUS und jetzt Erasmus+ zu verdanken haben. Im Augenblick beantragen wir zusammen mit unseren französischen Freunden sogar unser viertes gemeinsames Projekt. Begründung für die Auszeichnung Das Projekt zeichnete sich durch eine aktive Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in einer beachtlichen Anzahl an Projektaktivitäten sowie durch eine Beteiligung diverser Akteure aus dem Themenfeld Migration aus. Dies ermöglichte den Jugendlichen eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema Migration. Gleichzeitig erweiterten sie ihre sozialen, interkulturellen und digitalen Fähigkeiten. Durch das bemerkenswerte intercurriculare Engagement der Lehrkräfte konnten die Aktivitäten weitgehend plangemäß umgesetzt werden. Das sehr facettenreiche Projekt hat innerhalb von zwei Jahren eine beachtliche Fülle an Produkten hervorgebracht, die online zur Verfügung stehen und Einblick in die sehr gute Projektarbeit geben. 22 |

success stories 2017 | leitaktion 2 Ursachen für Flucht verstehen Signalrot und 120 Seiten stark ist das Buch, in dem die Erasmus+ Partner aus sechs europäischen Ländern ihre Arbeitsergebnisse präsentieren. »In their shoes« lautet der prägnante Titel auf dem Cover, der das Projekt auf den Punkt bringt. Dessen Ziel war, sich in die Lage von Geflüchteten zu versetzen, ihre bewegenden Erfahrungen aufzuschreiben und die Ursachen für Flucht und Migration besser zu verstehen. Als Stephan Schädtler und Stefan Mohr die Projektidee 2015 gemeinsam mit ihren Partnern aus Frankreich, Italien, Litauen, Griechenland und Spanien entwickelten, entschieden sie sich für ein hochaktuelles Thema. Sie wollten Vorurteilen mit Fakten begegnen und begaben sich mit den Schülerinnen und Schülern auf eine spannende Suche. Viele von ihnen stammen selbst aus Einwandererfamilien. Denn wie es auf den ersten Seiten des Buches heißt: »Wenn wir weit genug zurückblicken, sind wir alle Migranten«. Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln recherchierten die Jugendlichen in ihren eigenen Familien und dokumentierten die Geschichte der »Gastarbeiter«. Sie beleuchteten das Thema Flucht von vielen Seiten, ließen Expertinnen und Experten bei Podiumsdiskussionen zu Wort kommen und produzierten Theaterstücke und Filme. Doch vor allem sprachen sie nicht über, sondern mit Geflüchteten und gaben ihnen durch ihre einfühlsamen Interviews eine Stimme. »Für mich war das Projekt eine einzigartige Erfahrung, weil ich das Thema aus einem völlig neuen Blickwinkel wahrgenommen habe«, schreibt eine litauische Schülerin in dem Buch. Ein ermutigendes Fazit für ein Projekt, das genau diesen Perspektivwechsel zum Ziel hatte. Über das Projekt Projekttitel Migration Analysis Project Koordinierende Einrichtung Gymnasium Marienthal, Hamburg Bundesland Hamburg ` Partnerschaftstyp Strategische Schulpartnerschaft Kontakt Stephan Schädtler stephan.schaedtler@web.de Partner • Lycée Auguste Renoir (Frankreich) • 10 Geniko Lykeio Peiraia (Griechenland) • Liceo Statale Ettore Majorana (Italien) • Taurage Versme Gymnasium (Litauen) • Colegio Milagrosa-Las Nieves (Spanien) Projektlaufzeit 1. September 2015 bis 31. August 2017 EU-Förderung 27 605 Euro für die Schule in Deutschland Website • http://blog.ac-versailles.fr/ erasmusplusmap/index.php • https://de.surveymonkey.com/r/DK858JF | 23

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